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Freitag, 2. Mai 2014

#88

Ich laufe mit Carsten vom Auto in die Innenstadt, 
als die Nachricht kommt. 
Ich habe Kalle gefragt ob er am Samstag auf Stefans Geburtstag geht, oder mit mir auf die Fastnachtssitzung kommt. 

Ich: Und, wo gehst du hin?
Kalle: Ich gehe auf den Geburtstag, ich lass es mir jetzt auch mal wieder gut gehen, denn das brauche ich mal wieder.

Ich bleibe mitten auf der Strasse aprupt stehen und starre auf mein Handy. Ist das sein Ernst? Alles in mir krampft sich zusammen, mir wird kalt und heiß zugleich und mir steigen Tränen in die Augen. "Lisa?" fragt Carsten. Ich kann nichts sagen, denn plötzlich sehe ich ein Auto auf uns zu kommen. "Scheiße!" ruft Carsten und zieht mich von der Strasse. "Was ist los!?" fragt er geschockt als wir auf dem Gehweg stehen und ich schwer atmend auf die Strasse starre. "Ich..." mir bleibt die Luft weg, dann drücke ich ihm einfach mein Handy in die Hand und lasse mich auf den Boden sinken. Als er fertig gelesen hat, kniet er sich neben mich. "Komm hoch." sagt er sanft und hilft mir vorsichtig auf. "Also, ich habe dir ja gesagt ich will dich eigentlich nicht in deiner Entscheidung beeinflussen, aber das geht zu weit!" Ich schlucke. "Schieß den Kerl in den Wind!" Mir rollt eine Träne über die Wange, denn ich weiß genau dass er Recht hat mit dem was er sagt. "Er tut dir nur noch weh, das ist doch keine Beziehung mehr und ich merke, dass du schon lange nicht mehr glücklich bist, denn wenn du es wärst hätte das mit uns nie angefangen." Ich schluchze und drücke meine Hände auf meine Augen. ich will nicht dass er meine Tränen sieht. Er seufzt schwer und nimmt mich in den Arm. "Ganz ruhig kleine, ich bin für dich da." 
Und in diesem Moment weiß ich, 
dass ich meine Entscheidung getroffen habe... 



Mittwoch, 10. April 2013

#82

Ich sitze nach dem Tanzen mit einem Glas cool up auf der Treppe in der Kneipe und denke nach. Ich muss es K sagen, es frisst mich auf. Als er plötzlich vr mir steht nehme ich all meinen Mut zusammen, lass mich von ihm hochziehen und gehe mit ihm in eine ruhige Ecke. 
"Schatz, ich muss dir was sagen..." beginne ich vorsichig.
"Und was?" fragt er.
"Ich... oh Gott ich kann nicht."
"Doch! Was ist denn los?"
"Ich... ich weiß nicht ob es am Alkohol liegt oder.. keine Ahnung... ich habe irgendwie... Gefühle für As." 
Er beginnt zu lächeln. "Na und?"
Langsam beginnt eine Träne aus meinem Auge zu laufen. 
"Süße!" Sagt er und nimmt min Gesicht in seine Hände. "Das ist doch nicht schlimm! Hallo? Du würdest mir ohne weiteres erlauben mit ihr zu schlafen! DU sagst es doch immer: Es ist As! So lange du mich noch liebst, kannst du lieben wen du willst! Erst Recht As! Und das tust du doch, oder?"
Ich falle ihm um den Hals und küsse ihn leidenschaftlich. "Ja! Ja natürlich tue ich das!" 
Womit habe ich so tolle Menschen nur verdient? 



Freitag, 22. März 2013

#79

Und plötzlich... plötzlich merke ich wieder, was eigentlich mit mir los ist.
Plötzlich merke ich, dass nichts gut ist, wie ich mir immer einrede. 
Dass ich nicht glücklich bin.
Plötzlich merke ich was ich für eine scheiße baue...
Dass ich A für immer verloren habe. mal wieder und J wahrscheinlich auch...
Und wie weh das tut... 
Ich will mich schneiden aber...  K liegt neben mir und schläft und wenn ich mich jetzt schneide dann... ist alles vorbei, da kann ich mich auch glich umbringen. Dann macht er nämlich Schluss. Das weiß ich. Weil er es gesagt hat. 
Ich will dass alles wieder so wird wie vor einem Jahr... 
Da war ich zwar noch in der Klinik aber... es ging mir irgendwie... besser. 
A und J waren immer für mich da, ich hatte noch nicht so eine große Angst K zu verlieren, ich war geschützt, geschützt vor mir selbst... 



Donnerstag, 17. Januar 2013

#72

Schweigend trete ich aus dem Zimmer des Therapeuten. 
Er bittet meine Eltern jetzt zu ihm zu kommen, um ihnen zu sagen worauf wir uns geeinigt haben. Wir erhöhen meine Medikamente und ich werde im April aufgenommen, wenn es bis dahin ganz schlimm wird, muss ich in die Psychiatrie, bis sie mich aufnehmen können. 
Als sich die Tür hinter meinem Vater schließt, falle ich K in die Arme und beginne zu weinen...

Montag, 7. Januar 2013

#70

Ich frage mich immer öfters wozu ich noch lebe...
Und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr spiele ich mit dem Gedanken mir das Leben zu nehmen.
Wenn nicht mal mehr meine besten Freundinnen mich aufmuntern können...
Wenn ich selbst, wenn mein Freund neben mir sitzt, zweifel habe, ob ich weiter leben soll.
Meine Eltern wissen dass ich wieder in die Klinik will, doch sie sagen dass es mir nicht gut tun wird...
Was bleibt mir also anderes übrig?
Close to suicide...



Samstag, 5. Januar 2013

#69

Ich stehe auf Ds Balkon. In der Schweiz. Ich bin dort seit dem 2. mit K und hatte eigentlich richtig viel Spaß. Doch nun holen mich meine dunklen Gedanken ein. 
Ich stehe am Geländer, und blicke auf die umliegenden Berge. Was würde wohl passieren wenn ich mich von ihnen runter stürzen würde? Hätte ich dann einen Klinikplatz verdient? 
Ich ziehe an meiner Zigarette und wische mir über die Augen. 
Ich kann nicht mehr. Obwohl es mir besser geht als vor einem Jahr, ich kann einfach nicht mehr. Ich will in die Klinik, doch traue mich nicht, einen Termin zu machen. Was ist, wenn sie sagen, ich brauche keinen Platz?
Dass es unnötig ist, wenn ich in die Klinik gehe. Was ist dann? Fange ich dann wieder an mich zu ritzen? Würde ich mir das leben nehmen? Egal was ich tun würde, K würde Schluss machen. 
Tränen steigen mir in die Augen bei dem Gedanken.
Ich muss das verhindern! Und ich weiss auch genau, wie.
Ich muss noch weniger Essen, und schneller abnehmen. So schnell wie möglich zum Untergewicht kommen, damit ich einen Klinikplatz bekomme. 

Warum kann ich nicht einfach glücklich sein, so wie Andere? 




Dienstag, 27. November 2012

#66

Leute, es tut mir leid. ich weiß einfach nicht was ich schreiben soll, wollte euch nur einen kleinen Überblick geben was in der letzten Zeit so passiert ist.
Mein Onkel ist gestorben.
Mein Selbsthass wird immer größer.
S zieht nach Berlin.
Und ich habe tierische Angst K kaputt zu machen, wie das letzte mal.

Von Samstag bis Dienstag bin ich in Berlin auf Beerdigung....
Ich kann nicht mehr...

Sonntag, 4. November 2012

#64

Mein Onkel liegt wieder im Krankenhaus und seine Überlebenschancen gehen gegen Null. 
Ich kann einfach nicht mehr.
Mein Leben zieht an mir vorbei, doch ich bewege mich keinen Zentimeter.

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Ich sitze vor meinem PC. Immer wieder hallt der Satz seine Überlebenschancen gehen gegen null in meinem Kopf wieder. Ich kann nicht mehr. Ich mache mir solche Vorwürfe. Warum war ich im Sommer so egoistisch und bin nach Hause statt in Berlin zu bleiben und meinem Onkel eine schöne zeit zu verschaffen? Ich hasse mich so sehr... 
Und plötzlich habe ich die Klinge in der Hand und setze sie an. Während ich das kalte Metall durch meine Haut ziehe, fangen an mir Tränen über die Wangen zu laufen. Und Tränen aus Blut laufen meinen Arm hinunter. Ich frage mich, was ich da tue, doch finde keine Antwort. Mache ich mir nicht schon wieder mein Leben kaputt? Nein. Mein Leben ist kaputt. 


Dienstag, 23. Oktober 2012

#63

Jetzt sitze ich hier, schreibe mit S und weine.
Ich weiß nicht mehr woran ich bin und meine ganze Welt steht Kopf.
Ich kann nicht mehr.
Wie konnte ich das alles nur zulassen, ich habe meinen besten Freund verloren! 
Eine der wichtigsten Personen in meinem Leben...
Hasi, ich weiß ganz genau dass du das lesen wirst.
Ich hab dich so lieb und ich wünschte ich könnte das alles irgendwie wieder gut machen, aber ich weiß genau das kann ich nicht. Ich hoffe, das Treffen morgen führt zu irgendetwas positivem, selbst wenn wir uns nur heulend in den Armen liegen. Ich vermisse dich. 


#62

Nachdem ich S erzählt habe, was K von ihm hält, will er sofort zu ihm und mit ihm reden. Also fahren wir nach H.
Als wir im Bus sitzen, steigt plötzlich T ein. Mir ist sofort klar, dass das nichts gutes zu heißen hat. "Hasi." flüstere ich und stupse ihm leicht in die Seite. Er sieht von seinem Handy auf und schaut T ins Gesicht. "Danke." flüstert er böse. "Ich hab damit nichts zu tun!" antworte ich wütend. "Is klar, du hast ihm doch bestimmt geschrieben!" Ich sehe ihn fassungslos an. "hab ich nicht!" "Ist klar.!" antwortet er und boxt mich auf den Oberarm. Im Nachhinein ist mir klar, dass das nicht so gemeint war, aber im ersten moment bleibt mir die Luft weg. ich reibe mir die Stelle auf die er geschlagen hat, und in mir steigt eine riesige Wut auf. K hat gesagt, wenn S mir weh tut, tut er ihm weh. Während der gesamten restlichen Busfahrt ignoriere ich S gekonnt. An der Bushaltestelle steige ich aus und laufe so schnell wie möglich zu K, ob die Anderen mit kommen oder nicht ist mir in diesem Moment scheiß egal. Vor Ks Fenster bleibe ich stehen und knurre wütend. "Hau S eine rein! Er hat mich geschlagen!" Sofort steht K auf und stürmt aus dem Haus. Er läuft auf S zu, und schubst ihn weg. Was danach passierte weiß ich nicht mehr, das erste an das ich mich erinnere ist, dass mich K und S fragend an sahen und mich fragten warum ich S zu K gebracht habe. Ich bekomme keinen Ton her raus und sehe die beiden nur voller Angst an. Was hatte ich da nur angerichtet? Ich beginne zu zittern. K kommt auf mich zu, nimmt mich in den Arm und flüstert in mein Ohr: "Warum hast du das getan?" "ich..." stottere ich. "Ich wollte dass ihr redet." Nach einiger Zeit des Schweigens, sage ich einen Satz den ich bereuen soll: "Ich werde den Kontakt abbrechen." K nickt. "Ist besser so..." 
Ich atme tief durch, dann gehe ich zu S, gehe mit ihm ein Stück die Straße entlang und erkläre ihm alles.
 Der letzte Satz den Ich sage ist: "Ich hoffe, du bekommst dein leben wieder auf die Reihe." und klopfe ihm auf die Schulter. 

10 Minuten später, liege ich neben K im Bett und die Tränen laufen mir über die Wangen. 
Was habe ich nur getan? 


#61

Vor Zwei Wochen:
Ich habe wieder Streit mit S. am Montag treffen wir uns in DA. Ich steige aus dem Zug, atme tief durch, und gehe auf ihn zu. Er grinst mich an, ich muss auch grinsen. Ist doch alles wieder gut? Er trägt die gleiche Jacke wie an dem tag als wir uns kennen lernten... 
"Hey..." sage ich und fasse ihm um die Hüften "Hi..." antwortet er. "Ich musste voll lachen als ich dich gesehen habe." "Ich auch." antworte ich lächelnd. 
Er sieht mich ernst an. "Du hast ne ganz schön große Scheiße gebaut." Ich schlucke. "ich weiß... Und es tut mir so leid..." "Super!" er wird laut. "Das hilft mir jetzt aber auch nichts mehr!" ich sehe betreten zu Boden. Ich weiß genau dass ich Mist gebaut habe... 
Wir gehen die Treppe zur Unterführung hinunter. "ich hätte wegen dir gestern sterben können! Ich bin betrunken Auto gefahren wegen dir!" schreit er. "Und du machst auch noch Wochenlang so weiter als wäre nichts gewesen! Das tut so weh! Wochenlang tust du als wäre nix! Das ist echt unterste Schublade!" Ich stehe mit dem rücken zur Wand, und sehe ihn mit Tränen in den Augen an. Ich würde gerne so viel sagen, doch ich bekomme keinen Ton raus. Er sieht mich ein letztes mal wütend an, dann dreht er sich um und geht. 
Betreten stehe ich in der Ecke und starre vor mich hin. Ich muss ihm folgen!
Ich renne die Unterführung entlang, die Treppe hoch und hinter S her. Kurz vor ihm werde ich immer langsamer und bleibe schließlich vor ihm stehen "Es tut mir leid! Ich wünschte ich könnte das wieder rückgängig machen, obwohl ich weiß dass das nicht geht. Ich hoffe du kannst mir das je verzeihen!" Er lächelt. 
"Hasi. Du weißt dass ich dir nicht lange böse sein kann." Und nimmt mich in den Arm. 



Dienstag, 25. September 2012

#60

Nach meinem Zusammenbruch am Vorabend, wird mir im Bus in die Schule klar, ich muss zu S.
Der Bus steht an der Haltestelle, die Uhr tickt ich muss entscheiden was ich tue. In der letzten Sekunde stehe ich auf und schlüpfe durch die Tür. Draußen renne ich hinter An und ihren Freundinnen her, die vor mir ausgestiegen sind. "Was ist denn jetzt los?" fragt sie verwundert als sie mich sieht. "Ich muss zu S!" Sie nickt. "Geh hin und rede mit ihm." Ich nicke und gehe über die Straße Richtung Frischemarkt, wo er arbeitet. Während ich so langsam wie möglich laufe, schreibe ich ihm eine SMS. "Unschlüssig zum Frischemarkt laufen..." Schließlich stehe ich davor, schließe die Augen und gehe hinein. Meine Knie zittern während ich die Gänge entlang laufe, und S suche. Schließlich sehe ich ihn, am Ende eines Ganges Pakete auspacken. 
Wie in Zeitlupe laufe ich den gang entlang, bis ich schließlich vor ihm stehe. Er blickt hoch, sieht mich und ihm klappt der Mund auf. "Hi..." sage ich. "Hi." sagt er, und drückt mich fest an seine Brust. 





Sonntag, 19. August 2012

#56

Ich sitze mit meinem Vater in der Tierarztpraxis, weil mein kater sich am Fuß verletzt hat.
Meine Gedanken kreisen immer wieder um den Kommentar von Ks Ex unter meinem Bild mit der Aufschrift:
"Hi Bitches! Did You know that this is my future? <3 So if you touch him, i'll find you."
Sie schrieb darunter: Zu spät.
Und dass mich das wahnsinnig macht, kann man wohl verstehen.
Ich kämpfe mit den Tränen als die Arzthelferin uns ins Behandlungszimmer ruft.
Als wir fertig sind, und mein Vater an der Anmeldung auf Tabletten wartet, murmle ich: "Ich geh schon mal ins Auto." Er gibt mir die Schlüssel und ich verlasse ohne ein weiteres Wort die Praxis.
Draußen fangen sofort die Tränen an, meine Wangen hinunter zu laufen.Ich setze mich ins Auto und sehe auf mein Handy. Nichts, außer eine SMS von T. Er macht sich Sorgen. Mein bester Freund Ich ringe mir ein lächeln ab. Ich hab ihn so lieb.
Mein Vater kommt um die Ecke, stellt den Katzenkorb mit meinem Kater darin auf den Rücksitz und setzt sich neben mich. Er sieht mich besorgt an. "Kannst du mich zu K fahren?" frage ich verzweifelt. "Wieso? Gibt's wieder Stress?" fragt er genervt. Ich nicke. "Und ich muss das klären!"
"Kannst du das nicht am Telefon klären?""Papa! Ich muss das persönlich klären! Hättest du das für Mama nicht auch gemacht!?" Rufe ich verzweifelt. Darauf sagt er nichts mehr und fährt los. Als wir in Ks Straße einbiegen bitte ich ihn, an zu halten, das letzte Stück will ich laufen. Mein Vater hält an, und ich steige aus. "Danke." murmle ich leise und wende mich ab. 
Während ich die Straße entlang gehe beginne ich immer mehr zu zittern. Ich habe so eine Angst... Was ist, wenn seine Ex Recht hat? Was soll ich dann machen?
Ich biege in seine Straße ein und sehe seine Mutter vor der Tür sitzen. Sie unterhält sich mit einer blonden Frau. Ich gehe langsam den Weg entlang und bleibe vor seiner Mutter stehen. "Hallo Lisa, was machst du denn hier?" fragt sie verwundert. "Ist K da? Ich muss mit ihm reden..." frage ich mit zitternder stimme. Sie sieht mich geknickt an. "Nein, tut mir leid, der ist grade Rasen mähen bei D." Ich schlucke und nicke dann. "Willst du rein kommen?" fragt sie und sieht mich besorgt an. Ich nicke, und folge ihr ins Haus... 


Montag, 23. Juli 2012

#53

Ich weiß nicht wer ich bin.
Bin ich der Mensch, der ich sein will?
Will ich so sein wie ich bin?
Bin ich glücklich so, wie ich bin?
Nein. 
Weil ich nicht weiß wer ich bin.
Bin ich die Lisa, die alle von mir erwarten?
Bin ich noch die, in die K sich verliebt hat?
Bin ich die, für die mich alle halten?
Bin ich die selbstsüchtige egoistische dumme Kuh, die meine Tante von mir erwartet?
Nein.
Ich bin ich, doch wer bin ich?
ich bin Lisa. Ich bin ein ganz normales Mädchen. Zumindest wäre ich das gern.
Ich bin ein dummes Kind, das seinen Freunden auf die Nerven geht, weil ich nicht weiß wer ich bin. 
Ich bin ein kleines depressives Mädchen, dass an ihren Gedanken erstickt. Alles um mich wird immer enger, je mehr meine Gedanken kreisen. Die Luft wird dicker, ich werde ersticken, an mir selbst.
Doch wer bin ich selbst...?

Montag, 9. Juli 2012

#49

Ich liege in meinem Feldbett. Mein Wecker klingelt, doch ich bin schon wach. Schnell mache ich ihn aus, wenn E jetzt aufwacht bin ich geliefert. Ich schäle mich aus meinem Bett und klettere so leise wie möglich über meinen Koffer. ich schnappe mir meine grüne Hose und ein Top und verschwinde im Bad. Ich lasse mich auf den Klodeckel sinken und atme tief durch. Ich schlüpfe leise in meine Hose und mein Top. Leise gehe ich aus dem Bad, lösche das Licht und schließe die Tür. Zurück in unserem Zimmer lasse ich mich auf den Boden vor dem bett sinken und ziehe meine Schuhe an. Plötzlich öffnet E die Augen. Ich starre sie an. Scheiße,verdammte Scheiße! "Hast du dir schon mal den Mond angeguckt? Sieht voll geil aus!" sagt sie und schläft weiter. Ich atme auf, ziehe mich am Bettgestell hoch, werfe meine Jacke über und schnappe mir meine Tasche. Bevor ich raus gehe, nehme ich noch meine Zigaretten von der Fensterbank und stecke sie in meine Jackentasche. Mit meinem Teddy und Herzkissen im Arm und meiner Tasche über der Schulter schleiche ich langsam und leise die Treppe her runter. Ich öffne langsam die Tür zur Diele. Oh hoffentlich geht der Bewegungsmelder nicht an!  Ich setze einen Fuß hinein und schon geht das Licht an. Scheiß Bewegungsmelder! Ich gehe so leise und schnell wie möglich ins Wohnzimmer. Ich warte bis das Licht wieder aus ist, dann sehe ich mich nach der Tasche meiner Tante um. Ich brauche Geld! Ich finde die Tasche nicht. Scheiß drauf, ich muss hier weg! Ich schlüpfe durch die Terrassentür raus, und renne leise um die Ecke, so dass ich vom Haus nicht mehr gesehen werden kann. Ich sehe auf meine Handy Uhr. Viertel nach 4. Verdammt, ich habe noch eine halbe Stunde Zeit! Ich gehe den Weg zur Einfahrt her runter, und gehe meinen Plan noch einmal durch. 
Ich nehme den Bus um 4:45 zur S-Bahn. Dann auf dem schnellsten Weg zum Hauptbahnhof, von dort aus um 5:38 in den ICE nach Frankfurt. Sobald ich drin bin, direkt aufs Klo, und dort bleibe ich eine halbe Stunde. Bis wir aus der Stadt raus sind und die Kontrolleure durch sind. Dann irgendwo unauffällig hinsetzen als wäre nichts. Und dass dann bis Frankfurt an jeder Haltestelle durchziehen. In Frankfurt raus aus dem ICE, rein in den RE, nach DA . In DA A eine SMS schreiben wenn ich im RE zu K bin. Am Bahnhof bei K raus aus dem Zug, mit A treffen und dann mit dem Roller hoch zu K. Von dort aus meinen Eltern bescheid sagen wo ich bin und sagen dass sie mich erst einmal nicht abholen sollen.
Wenn das so klappt wie ich mir das vorstelle, wird alles perfekt. 
Ich schmeiße meine Sachen über das Tor und klettere vom Tor aus auf die mauer und springe von dort aus runter zu meinen Sachen. Ich sammle meine Sachen zusammen und laufe die Straße entlang zur Bushaltestelle. Mir laufen schon wieder die Tränen die Wangen runter. Ich habe Angst, doch will es mir nicht eingestehen. An der Bushaltestelle lasse ich mich auf die Bank fallen und schicke eine SMS an K: "Ich bin an der Bushaltestelle" Ein paar Minuten später bekomme ich eine Nachricht von Da auf Facebook. "Hey, biste jetzt schon hier?" "Nein, an ner Bushaltestelle in Berlin." "Aso." "Hab ich K geweckt?" "Nein, ich hab ihn geweckt. " "Achso... sorry. Ich hab Angst." "Ok... pass auf dich auf. ._:" "Mach ich" 
Während ich Eisblume höre und weine stecke ich mir eine Zigarette an. Es ist halb. Ich zittere am ganzen Körper und habe eine tierische Angst. Ich kann das nicht! 
Schließlich rufe ich meine Tante an. Ich will sie nur wecken. Nicht mit ihr reden, deswegen sage ich nichts als sie ans Handy geht. Kurz nachdem ich aufgelegt habe kommt eine SMS: "Wo bist du?" "An der Bushaltestelle." Einen Moment später kommt sie im Schlafanzug um die Ecke gerannt. Als sie mich sieht wird sie langsamer. "Was machst du hier?" fragt sie und setzt sch neben mich.