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Freitag, 2. Mai 2014

#88

Ich laufe mit Carsten vom Auto in die Innenstadt, 
als die Nachricht kommt. 
Ich habe Kalle gefragt ob er am Samstag auf Stefans Geburtstag geht, oder mit mir auf die Fastnachtssitzung kommt. 

Ich: Und, wo gehst du hin?
Kalle: Ich gehe auf den Geburtstag, ich lass es mir jetzt auch mal wieder gut gehen, denn das brauche ich mal wieder.

Ich bleibe mitten auf der Strasse aprupt stehen und starre auf mein Handy. Ist das sein Ernst? Alles in mir krampft sich zusammen, mir wird kalt und heiß zugleich und mir steigen Tränen in die Augen. "Lisa?" fragt Carsten. Ich kann nichts sagen, denn plötzlich sehe ich ein Auto auf uns zu kommen. "Scheiße!" ruft Carsten und zieht mich von der Strasse. "Was ist los!?" fragt er geschockt als wir auf dem Gehweg stehen und ich schwer atmend auf die Strasse starre. "Ich..." mir bleibt die Luft weg, dann drücke ich ihm einfach mein Handy in die Hand und lasse mich auf den Boden sinken. Als er fertig gelesen hat, kniet er sich neben mich. "Komm hoch." sagt er sanft und hilft mir vorsichtig auf. "Also, ich habe dir ja gesagt ich will dich eigentlich nicht in deiner Entscheidung beeinflussen, aber das geht zu weit!" Ich schlucke. "Schieß den Kerl in den Wind!" Mir rollt eine Träne über die Wange, denn ich weiß genau dass er Recht hat mit dem was er sagt. "Er tut dir nur noch weh, das ist doch keine Beziehung mehr und ich merke, dass du schon lange nicht mehr glücklich bist, denn wenn du es wärst hätte das mit uns nie angefangen." Ich schluchze und drücke meine Hände auf meine Augen. ich will nicht dass er meine Tränen sieht. Er seufzt schwer und nimmt mich in den Arm. "Ganz ruhig kleine, ich bin für dich da." 
Und in diesem Moment weiß ich, 
dass ich meine Entscheidung getroffen habe... 



Montag, 28. April 2014

#87

Ich sitze auf meinem bett und zittere am ganzen Körper. Gleich kommt Kalle, und ich werde ihm sagen müssen, dass ich ihm Fremd gegangen bin. Ich werde ihm sagen müssen, dass ich mit Carsten rumgemacht habe und dass ich nicht weiß, was ich fühle. Plötzlich höre ich eine Auto Tür. Er ist da. Mein Herz schlägt mir bis zum Hals und ich fühle mich, als müsste ich mich jeden Moment übergeben. Es klopft. "Ja." krächze ich. Kalle betritt den Raum, und grinst von Ohr zu Ohr. "Hey Kleine." sagt er und gibt mir einen Kuss. Wie ekelhaft ich mich fühle. Wie kann ich zulassen dass er mich küsst bevor ich ihm das alles gebeichtet habe!? 
"Schatz ich..." beginne ich. "Ich muss dir was sagen." Er nickt, und lächelt. "Du hast Carsten geküsst?" Ich nicke. "Nicht nur... also.. wir haben nicht gevögelt aber... du weißt..." Er lacht. "Okay." "Okay?" "Okay." "Okay... mehr nicht?" ich sehe ihn mit Tränen in den Augen an. "Nö, mehr nicht. Ich verzeihe dir. Du weißt dass ich Liebe und Sex trennen kann." Ich schlucke. Ich aber nicht... "Schatz ich... du weißt dass ich das eben nicht kann..." Er nickt. "Und was willst du jetzt machen?" Ich schlucke, doch da kommt mir plötzlich eine Idee... "Ich weiß nicht... Ich weiß nicht was ich genau fühle... verstehst du? Ich liebe dich! Und das weißt du! Aber ich... ich habe eben auch irgendwie Gefühle für ihn... und deshalb dachte ich... vielleicht... für eine gewisse Zeit also... eine offene Beziehung?" Er guckt mich verwundert an, mein Herz schlägt mir bis zum Hals. "Willst du das wirklich?" Ich nicke. "wenn du wirklich damit klar kommst, dass ich theoretisch mit anderen Mädchen schlafen werde, gern." Ich sehe ihn entgeistert an. War das sein Ernst? Er umarmt mich. "Ich liebe dich." 
ich schlucke. "Ich dich auch..." 



Samstag, 5. April 2014

#86

Ich sitze neben Carsten im Auto und habe Herzklopfen ohne Ende. Er hat mich nach dem Allergietest aus GU abgeholt und jetzt fahren wir durch den Odenwald. Wir haben viel geredet, weil ich ziemlich am verzweifeln war, wegen Kalle. Wir sind nur noch am Streiten und ich weiß einfach nicht mehr was ich noch machen soll, außer mich einfach nicht mehr bei ihm zu melden und ihn in ruhe zu lassen und ihm so zu zeigen dass er so nicht mit mir umgehen kann... andererseits macht mich das auch nicht glücklich.
Ich seufze und zünde mir eine Zigarette an. In diesem Moment greift Carsten nach meiner Hand und drückt sie: "Alles klar Kleine?" Ich schlucke und nicke. "Hey..." flüstert er und dreht meinen Kopf zu sich. "Alles wird gut, ok? Du musst dich entscheiden, aber ich weiß dass du die richtige Entscheidung treffen wirst. Aber eine Frage habe ich doch noch... also... liebst du ihn noch? Oder trennst du dich nur nicht, weil du Angst vor der Veränderung hast?" Ich schlucke. So habe ich das noch nie betrachtet... Aber wenn ich so näher darüber nachdenke... Ich habe weder Herzklopfen noch Kribbeln im Bauch wenn ich an Kalle denke oder bei ihm bin... Ich bin auch nicht mehr so glücklich wenn ich in seiner Nähe bin, eigentlich fühle ich mich sogar recht unwohl... ich schlucke und eine Träne läuft mir die Wange her runter. "Hey... " sagt Carsten leise und drückt meine Hand. "Ich würde dich ja jetzt umarmen, das geht aber schlecht wenn ich fahre." Ich lache leise auf. Und auch nach so langer Zeit verdreht dieser Kerl mir noch den Kopf, ich glaube es nicht. "Carsten?" frage ich leise. "Ja?" "Was glaubst... " ich schlucke "Was glaubst du, würde passieren wenn wir jetzt etwas miteinander hätten?" Er lächelt "Definiere "Miteinander haben"." "Naja... von Küssen bis Sex, eigentlich völlig egal." Er lacht kurz auf "naja, also zu allererst hätten wir was miteinander. Aber dann, wenn du es Kalle sagen würdest, gäbe es zwei Möglichkeiten. Entweder er macht Schluss, oder er verzeiht dir." Ich sehe niedergeschlagen aus dem Fenster und seufze. "Er würde Schluss machen..." Carsten lässt meine Hand los und zündet sich eine Zigarette an. "Wäre das denn so schlimm?" Ich beginne zu zittern, und in meinem Kopf beginnt sich alles zu drehen. Ja, Verdammt, das wäre schlimm! Alles würde sich verändern, mein einziger Halt im Leben wäre weg. Der Ast an den ich mich klammere wenn alles aus dem Ruder läuft... mein Grund mich nicht zu verletzen. Ich schweige, doch Carsten deutet dieses Schweigen genau richtig. "Natürlich, alles würde sich verändern aber... wer sagt dass Veränderung immer etwas schlechtes ist?" Ich schlucke. Eigentlich hat er ja recht aber irgendwas in mir sträubt sich gegen diesen Gedanken... Wir halten vor einem DPD Paket Shop am Arsch der Welt. Carsten sieht mich noch kurz an bevor er aussteigt. "Sagen wir es so, es kann gut sein, dass etwas passiert, denn süß finde ich dich immer noch." dann steigt er aus. Mein Herz klopft so stark, dass ich denke, ich kippe jeden Moment um. Er findet mich süß. Ich habe ein Kribbeln im Bauch das ich schon so lange nicht mehr gefühlt habe, und ich bin verdammt glücklich. In meinem Kopf kreisen die Gedanken, und mein Herz schlägt mir bis in den Hals. Ich sehe aus dem Fenster, als ich sehe, wie Carsten das Haus verlässt und auf mich zu kommt. Ich muss unweigerlich lächeln als ich ihn sehe. Er steigt ein und sieht mich grinsend an. "Wenn du lächelst sieht du gleich viel hübscher aus..." sagt er leise und sieht mir in die Augen, und ich sehe zurück. Das erste mal in den 6 Jahren die wir uns nun kennen, fällt mir auf wie schön seine Augen sind... Wir sagen kein Wort in diesem Moment, sehen uns nur an. Denn es sind keine Worte nötig für das was in diesem Moment zwischen uns geschieht. Es gibt auch keine Worte die das beschreiben könnten... Es war einfach... Magie? Ich weiß es nicht. Er streichelt mir vorsichtig über die Wange, ich merke wie ich etwas rot werde, da nimmt er auch schon sanft meinen Kopf in seine Hände und... küsst mich. Dieser Kuss ist... so unglaublich dass er mir den Atem raubt. Es liegen so viele Gefühle darin, Bereuen, Verlangen, Erregung, Sanftheit, und auch ein klein wenig Unsicherheit. Und diese Mischung bringt mich einfach um den Verstand. Ich weiß nicht wieso, aber in diesem Moment weiß ich, dass ich das Richtige tue. Dass ich Kalle damit verletze und alles ist plötzlich völlig aus meinem Kopf verschwunden, 
denn ich bin wunschlos glücklich
und genieße diesen Moment in vollen Zügen...



Samstag, 11. Mai 2013

#84

Und irgendwann ist nichts mehr wichtig. Nichts. Außer die Tatsache, dass wir uns lieben.
Dass wir -mehr oder weniger- glücklich sind. 
Nur das zählt. Nichts sonst.
Nicht, dass ich mich von meinen freunden benutzt fühle.
Nicht, dass ich glaube S lügt mich an.
Nciht, dass ich As vermisse und immernoch nicht weiß was ich fühlen soll.
Nicht, dass ich vermutllich sitzen bleibe.
Nichts zählt mehr. Nichts. Außer wir. K und ich. Nur das zählt. Dass wir uns lieben. Und dass wir nie aufhören werden das zu tun. Dass wir glücklich sind wie nie zuvor, obwohl wir uns so viel streiten wie noch nie. Aber gerade diese Streits, geben uns zu verstehen, wie wertvoll unsere Gefühle füreinander sind. 
Dass das nie aufhören darf. 
Dass es das ist, was mich vom durchdrehen abhält. 
Dass es das ist, das mich jeden Tag dazu bewegt auf zu stehen und in meine verfickte Schule zu gehen, in eine Klasse in der mich vermutlich keiner leiden kann. 
Aber das zählt nicht. Nichts zählt. 
Nur unsere Liebe. Sonst nichts. 



Dienstag, 23. April 2013

#83

Es ist Sonntag Abend, ich liege alleine auf meinem bett und mir wird klar, dass As weg ist. 
Sie ist weg. Wird morgen früh nicht neben mir liegen. Und plötzlich fangen die Tränen an über meine Wangen zu laufen. Ich vermisse so verdammt doll. Ich vermisse ihre Stimme, ihren Assi-Slang, ihren Duft, ihr Berührungen, ihre Küsse... 
Und ich hasse mich dafür, dass ich sie liebe. 
Ich hasse mich dafür, dass ich jemand Anderen als K lieben kann. Ich wollte das nie! Ich wollte immer ihn. Nur ihn! Doch jetzt...
Jetzt ist sie da und ich? Ich weiß nicht mehr was ich tun soll, es fühlt sich alles so falsch und gleichzeitig so richtig an. 
Ich liebe sie und hasse mich dafür. 
Und schon spüre ich wie die Klinge durch meine Haut gleitet...



Mittwoch, 10. April 2013

#82

Ich sitze nach dem Tanzen mit einem Glas cool up auf der Treppe in der Kneipe und denke nach. Ich muss es K sagen, es frisst mich auf. Als er plötzlich vr mir steht nehme ich all meinen Mut zusammen, lass mich von ihm hochziehen und gehe mit ihm in eine ruhige Ecke. 
"Schatz, ich muss dir was sagen..." beginne ich vorsichig.
"Und was?" fragt er.
"Ich... oh Gott ich kann nicht."
"Doch! Was ist denn los?"
"Ich... ich weiß nicht ob es am Alkohol liegt oder.. keine Ahnung... ich habe irgendwie... Gefühle für As." 
Er beginnt zu lächeln. "Na und?"
Langsam beginnt eine Träne aus meinem Auge zu laufen. 
"Süße!" Sagt er und nimmt min Gesicht in seine Hände. "Das ist doch nicht schlimm! Hallo? Du würdest mir ohne weiteres erlauben mit ihr zu schlafen! DU sagst es doch immer: Es ist As! So lange du mich noch liebst, kannst du lieben wen du willst! Erst Recht As! Und das tust du doch, oder?"
Ich falle ihm um den Hals und küsse ihn leidenschaftlich. "Ja! Ja natürlich tue ich das!" 
Womit habe ich so tolle Menschen nur verdient? 



Dienstag, 9. April 2013

#81

Ich sitze in Js Kneipe in H am Tresen, trinke mein Bier und sehe As beim tanzen zu. Mich fesselt jede einzelne ihrer Bewegungen, ich könnte ihr ewig zu sehen. Ich nippe an meinem Bier, dann kommt K auf mich zu und hält mir seine Hand hin. Ich zögere kurz doch dann lasse ich mich schon von ihm auf die Tanzfläche ziehen. K, As und ich stehen in einem Kreis und tanzen ein wenig, bis K uns alleine lässt. As tanzt sich langsam an mich ran, dann legt sie ihre Hände um meine Hüften und küsst mich. Ich erwidere ihre Küsse und tanze dann weiter mit ihr. Ich habe Gänsehaut am ganzen Körper während wir tanzen, und alles kribbelt. 
Wie toll diese Frau doch ist... <3 


Sonntag, 7. April 2013

#80

Ich sitze mit K und As im Wintergarten, während ich versuche wieder normal zu werden, nachdem mir nach dem letzten Joint total schlecht geworden war. K setzt sich auf meinen Schoß und gibt mir einen leidenschaftlichen Kuss.
"War das schön?" ich nicke. "Geht's dir besser?" "Ein bisschen..."
Dann küsst er mich weiter. Als er sich von mir gelöst hat, stellt er sich neben As.
"Soll ich dich auch mal ausnüchtern?" fragt sie an mich gewand. 
"Klar." sage ich und grinse. Sie setzt sich auf meinen Schoß, legt ihre Hände um meinen Nacken und gibt mir einen vorsichtigen Kuss. Mein ganzer Körper beginnt zu Kribbeln, als ihre Lippen meine berühren.
In diesem Moment weiß ich, ich habe mich in sie verliebt. 




Samstag, 9. März 2013

#77

Es ist Samsag Abend, es ist eiskalt und ich stehe in H auf dem Sportplatz als mein handy klingelt.
S.
Was will der denn jetzt? Mein herz klopft mir bis zum Hals, und ich nehme ab.
"Hay?"
"Hey hasi, naa?" Was soll das denn jetzt bitte?
"Wat los?"
"Komm mal am Mittwoch vorbei, wir müssen reden!"
"Jaa.. ähhm... das wollte ich doch eh machen!"
"Ja gut."
"Alter, was solln das jetzt? Ich bin grad voll geflasht warum rust du mich an?"
"Einfach so."
"Okay, ich bin grade total breit, aber passiert das grade wirklich?"
"Du bist was !?"
"Breit!"
"Wie oft!? "
"Heute? 2 mal."
"gestern?"
"3 oder 4 mal."
"Na dann mach dich mal auf was gefasst am Mittwoch."
"Das mach ich eh."
Ich grinse, als K auf mich zukommt."wer?" fragt er leise. "S." flüstere ich und grinse. Er sieht mich fragend an. "Erklär ich dir später!" flüstere ich, dann geht er wieder zu den Anderen.
Ich quatsche noch eine Weile mit S, dann legen wir auf. Ich stehe lächelnd mit meinem Handy in der Hand da, und fange an zu weinen. Vor Glück versteht sich. :)


Dienstag, 5. Februar 2013

#75

Es ist ca 23 Uhr, am 02. Februar 2013. Noch eine Stunde, dann bin ich 15. 
Ich habe gekifft, sitze mit ein paar Freunden am Tisch und kann nicht mehr aufhören zu lachen. Ich werfe einen Blick neben mich, und sehe dass K mit J, Ax, O und T Fotos macht. Er sieht so glücklich aus. Moment. Sollte nicht ich an Ks Stelle sein? Sollte nicht ich der Mittelpunkt dieser Party sein? Ich spüre wie mir Tränen in die Augen steigen, und lege schnell meinen Kopf auf den Tisch. Tränen quillen aus meinen Augen, ich zittere am ganzen Körper. Plötzlich steht K neben mir, legt seine Hand auf meine Schulter, und fragt was los sei. Ich kann nichts sagen, sondern falle ihm nur weinend in die Arme. 
Er zieht mich vorsichtig vom Stuhl hoch, nimmt mich auf den Arm, trägt mich nach draußen und setzt mich auf den Billardtisch. "So meine Süße, was ist los?" Ich schlucke, dann erzähle ich... 


Sonntag, 27. Januar 2013

#73

Außer Atem komme ich an der Bushaltestelle in R an. Mir ist klar, dass ich den Bus verpasst habe, denn er ist schon vor 5 Minuten abgefahren. Toll. Ich atme tief durch, dann wähle ich Ks Nummer. 
"Hallo?" meldet er sich.
"Hi, du, ich wollte mal fragen was jetzt ist..."
"Ich darf nicht zu dir, sorry..." Ich schließe die Augen, die sich langsam mit Tränen füllen.
"Kann ich zu dir?"
"Warte kurz" 
Er redet kurz mit seiner Mutter, dann meldet er sich wieder.
"Ja, du kannst her kommen." 
Seine Mutter ruft etwas unverständliches aus dem Hintergrund, K bittet mich kurz zu warten.
"Okay, meine Mutter sagt jetzt du darfst net her kommen... oder, bist du schon auf dem Weg?"
"Ja, eigentlich schon, ich dachte ja du pennst noch und wollte jetzt zu dir fahren."
"ja okay, dann komm her, dann müssen wir halt draußen bleiben."
"Alles klar..." sage ich leise. 
"Dann, bis später." 
"Tschüss..." 
Ohne Grund laufen die Tränen meine Wangen entlang. 
Ich wähle die Nummer meiner Mutter.
"Ja?" meldet sie sich.
"Mama, kannst du mich bitte in R abholen?" 
"Wieso bist du in R?"
"Ich wollte alleine mim Bus nach Re fahren, aber ich hab den Bus verpasst."
"Du komsmt jetzt sofort nach Hause!"
"Mama bitte, ich hab mich mit K gestritten, ich muss jetzt zu dem und das klären!"
Ohne ein weiteres Wort legt sie auf. Tränen laufen mir über die Wangen. Ich weiß noch nicht mal wieso...
Schweigend schiebe ich mein Fahrrad zurück zur Bushaltestelle und lasse mich auf den Boden sinken... 


Donnerstag, 17. Januar 2013

#72

Schweigend trete ich aus dem Zimmer des Therapeuten. 
Er bittet meine Eltern jetzt zu ihm zu kommen, um ihnen zu sagen worauf wir uns geeinigt haben. Wir erhöhen meine Medikamente und ich werde im April aufgenommen, wenn es bis dahin ganz schlimm wird, muss ich in die Psychiatrie, bis sie mich aufnehmen können. 
Als sich die Tür hinter meinem Vater schließt, falle ich K in die Arme und beginne zu weinen...

Montag, 7. Januar 2013

#70

Ich frage mich immer öfters wozu ich noch lebe...
Und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr spiele ich mit dem Gedanken mir das Leben zu nehmen.
Wenn nicht mal mehr meine besten Freundinnen mich aufmuntern können...
Wenn ich selbst, wenn mein Freund neben mir sitzt, zweifel habe, ob ich weiter leben soll.
Meine Eltern wissen dass ich wieder in die Klinik will, doch sie sagen dass es mir nicht gut tun wird...
Was bleibt mir also anderes übrig?
Close to suicide...



Samstag, 5. Januar 2013

#69

Ich stehe auf Ds Balkon. In der Schweiz. Ich bin dort seit dem 2. mit K und hatte eigentlich richtig viel Spaß. Doch nun holen mich meine dunklen Gedanken ein. 
Ich stehe am Geländer, und blicke auf die umliegenden Berge. Was würde wohl passieren wenn ich mich von ihnen runter stürzen würde? Hätte ich dann einen Klinikplatz verdient? 
Ich ziehe an meiner Zigarette und wische mir über die Augen. 
Ich kann nicht mehr. Obwohl es mir besser geht als vor einem Jahr, ich kann einfach nicht mehr. Ich will in die Klinik, doch traue mich nicht, einen Termin zu machen. Was ist, wenn sie sagen, ich brauche keinen Platz?
Dass es unnötig ist, wenn ich in die Klinik gehe. Was ist dann? Fange ich dann wieder an mich zu ritzen? Würde ich mir das leben nehmen? Egal was ich tun würde, K würde Schluss machen. 
Tränen steigen mir in die Augen bei dem Gedanken.
Ich muss das verhindern! Und ich weiss auch genau, wie.
Ich muss noch weniger Essen, und schneller abnehmen. So schnell wie möglich zum Untergewicht kommen, damit ich einen Klinikplatz bekomme. 

Warum kann ich nicht einfach glücklich sein, so wie Andere? 




Dienstag, 11. Dezember 2012

#68

Ich sitze in der Kapelle des Waldfriehofes Berlin Charlottenburg. 
Der Redner erzählt irgendwas darüber, was für ein toller Mensch mein Onkel war, doch ich höre nicht zu.
Die Rede zieht an mir vorbei, bis plötzlich mein Name fällt. 
Lisa, mein kleiner Kampfdackel, du hast so viele Talente, nutze sie! Und quäl deine Eltern nicht immer so... 
Meine Augen füllen sich mit Tränen. Das wären seine letzten Worte an mich gewesen. 
Als Seasons in the sun von Nirvana gespielt wird, kommen die Sargträger hinein, nehmen den Sarg und beginen aus der Kirche zu laufen. Ich stehe auf und laufe hinter Oma, F, und meiner Tante aus der Kapelle. Draußen schlägt mir kalte Luft entgegen, es schneit. Undpassend für eine Beerdigung, finde ich. 
Ich beginne zittern. Ich stelle mir vor, wie mein Onkel in diesem engen Sarg lieft. Tot. Leblos. Und nicht mehr er selbst. Ich zwinge mich nicht zu weinen, denn mein Vater sieht mich die ganze Zeit von der Seite an. 
Ich kann nicht mehr. 







Dienstag, 27. November 2012

#66

Leute, es tut mir leid. ich weiß einfach nicht was ich schreiben soll, wollte euch nur einen kleinen Überblick geben was in der letzten Zeit so passiert ist.
Mein Onkel ist gestorben.
Mein Selbsthass wird immer größer.
S zieht nach Berlin.
Und ich habe tierische Angst K kaputt zu machen, wie das letzte mal.

Von Samstag bis Dienstag bin ich in Berlin auf Beerdigung....
Ich kann nicht mehr...

Sonntag, 4. November 2012

#64

Mein Onkel liegt wieder im Krankenhaus und seine Überlebenschancen gehen gegen Null. 
Ich kann einfach nicht mehr.
Mein Leben zieht an mir vorbei, doch ich bewege mich keinen Zentimeter.

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Ich sitze vor meinem PC. Immer wieder hallt der Satz seine Überlebenschancen gehen gegen null in meinem Kopf wieder. Ich kann nicht mehr. Ich mache mir solche Vorwürfe. Warum war ich im Sommer so egoistisch und bin nach Hause statt in Berlin zu bleiben und meinem Onkel eine schöne zeit zu verschaffen? Ich hasse mich so sehr... 
Und plötzlich habe ich die Klinge in der Hand und setze sie an. Während ich das kalte Metall durch meine Haut ziehe, fangen an mir Tränen über die Wangen zu laufen. Und Tränen aus Blut laufen meinen Arm hinunter. Ich frage mich, was ich da tue, doch finde keine Antwort. Mache ich mir nicht schon wieder mein Leben kaputt? Nein. Mein Leben ist kaputt. 


Dienstag, 23. Oktober 2012

#63

Jetzt sitze ich hier, schreibe mit S und weine.
Ich weiß nicht mehr woran ich bin und meine ganze Welt steht Kopf.
Ich kann nicht mehr.
Wie konnte ich das alles nur zulassen, ich habe meinen besten Freund verloren! 
Eine der wichtigsten Personen in meinem Leben...
Hasi, ich weiß ganz genau dass du das lesen wirst.
Ich hab dich so lieb und ich wünschte ich könnte das alles irgendwie wieder gut machen, aber ich weiß genau das kann ich nicht. Ich hoffe, das Treffen morgen führt zu irgendetwas positivem, selbst wenn wir uns nur heulend in den Armen liegen. Ich vermisse dich. 


#62

Nachdem ich S erzählt habe, was K von ihm hält, will er sofort zu ihm und mit ihm reden. Also fahren wir nach H.
Als wir im Bus sitzen, steigt plötzlich T ein. Mir ist sofort klar, dass das nichts gutes zu heißen hat. "Hasi." flüstere ich und stupse ihm leicht in die Seite. Er sieht von seinem Handy auf und schaut T ins Gesicht. "Danke." flüstert er böse. "Ich hab damit nichts zu tun!" antworte ich wütend. "Is klar, du hast ihm doch bestimmt geschrieben!" Ich sehe ihn fassungslos an. "hab ich nicht!" "Ist klar.!" antwortet er und boxt mich auf den Oberarm. Im Nachhinein ist mir klar, dass das nicht so gemeint war, aber im ersten moment bleibt mir die Luft weg. ich reibe mir die Stelle auf die er geschlagen hat, und in mir steigt eine riesige Wut auf. K hat gesagt, wenn S mir weh tut, tut er ihm weh. Während der gesamten restlichen Busfahrt ignoriere ich S gekonnt. An der Bushaltestelle steige ich aus und laufe so schnell wie möglich zu K, ob die Anderen mit kommen oder nicht ist mir in diesem Moment scheiß egal. Vor Ks Fenster bleibe ich stehen und knurre wütend. "Hau S eine rein! Er hat mich geschlagen!" Sofort steht K auf und stürmt aus dem Haus. Er läuft auf S zu, und schubst ihn weg. Was danach passierte weiß ich nicht mehr, das erste an das ich mich erinnere ist, dass mich K und S fragend an sahen und mich fragten warum ich S zu K gebracht habe. Ich bekomme keinen Ton her raus und sehe die beiden nur voller Angst an. Was hatte ich da nur angerichtet? Ich beginne zu zittern. K kommt auf mich zu, nimmt mich in den Arm und flüstert in mein Ohr: "Warum hast du das getan?" "ich..." stottere ich. "Ich wollte dass ihr redet." Nach einiger Zeit des Schweigens, sage ich einen Satz den ich bereuen soll: "Ich werde den Kontakt abbrechen." K nickt. "Ist besser so..." 
Ich atme tief durch, dann gehe ich zu S, gehe mit ihm ein Stück die Straße entlang und erkläre ihm alles.
 Der letzte Satz den Ich sage ist: "Ich hoffe, du bekommst dein leben wieder auf die Reihe." und klopfe ihm auf die Schulter. 

10 Minuten später, liege ich neben K im Bett und die Tränen laufen mir über die Wangen. 
Was habe ich nur getan? 


#61

Vor Zwei Wochen:
Ich habe wieder Streit mit S. am Montag treffen wir uns in DA. Ich steige aus dem Zug, atme tief durch, und gehe auf ihn zu. Er grinst mich an, ich muss auch grinsen. Ist doch alles wieder gut? Er trägt die gleiche Jacke wie an dem tag als wir uns kennen lernten... 
"Hey..." sage ich und fasse ihm um die Hüften "Hi..." antwortet er. "Ich musste voll lachen als ich dich gesehen habe." "Ich auch." antworte ich lächelnd. 
Er sieht mich ernst an. "Du hast ne ganz schön große Scheiße gebaut." Ich schlucke. "ich weiß... Und es tut mir so leid..." "Super!" er wird laut. "Das hilft mir jetzt aber auch nichts mehr!" ich sehe betreten zu Boden. Ich weiß genau dass ich Mist gebaut habe... 
Wir gehen die Treppe zur Unterführung hinunter. "ich hätte wegen dir gestern sterben können! Ich bin betrunken Auto gefahren wegen dir!" schreit er. "Und du machst auch noch Wochenlang so weiter als wäre nichts gewesen! Das tut so weh! Wochenlang tust du als wäre nix! Das ist echt unterste Schublade!" Ich stehe mit dem rücken zur Wand, und sehe ihn mit Tränen in den Augen an. Ich würde gerne so viel sagen, doch ich bekomme keinen Ton raus. Er sieht mich ein letztes mal wütend an, dann dreht er sich um und geht. 
Betreten stehe ich in der Ecke und starre vor mich hin. Ich muss ihm folgen!
Ich renne die Unterführung entlang, die Treppe hoch und hinter S her. Kurz vor ihm werde ich immer langsamer und bleibe schließlich vor ihm stehen "Es tut mir leid! Ich wünschte ich könnte das wieder rückgängig machen, obwohl ich weiß dass das nicht geht. Ich hoffe du kannst mir das je verzeihen!" Er lächelt. 
"Hasi. Du weißt dass ich dir nicht lange böse sein kann." Und nimmt mich in den Arm.