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Montag, 28. April 2014

#87

Ich sitze auf meinem bett und zittere am ganzen Körper. Gleich kommt Kalle, und ich werde ihm sagen müssen, dass ich ihm Fremd gegangen bin. Ich werde ihm sagen müssen, dass ich mit Carsten rumgemacht habe und dass ich nicht weiß, was ich fühle. Plötzlich höre ich eine Auto Tür. Er ist da. Mein Herz schlägt mir bis zum Hals und ich fühle mich, als müsste ich mich jeden Moment übergeben. Es klopft. "Ja." krächze ich. Kalle betritt den Raum, und grinst von Ohr zu Ohr. "Hey Kleine." sagt er und gibt mir einen Kuss. Wie ekelhaft ich mich fühle. Wie kann ich zulassen dass er mich küsst bevor ich ihm das alles gebeichtet habe!? 
"Schatz ich..." beginne ich. "Ich muss dir was sagen." Er nickt, und lächelt. "Du hast Carsten geküsst?" Ich nicke. "Nicht nur... also.. wir haben nicht gevögelt aber... du weißt..." Er lacht. "Okay." "Okay?" "Okay." "Okay... mehr nicht?" ich sehe ihn mit Tränen in den Augen an. "Nö, mehr nicht. Ich verzeihe dir. Du weißt dass ich Liebe und Sex trennen kann." Ich schlucke. Ich aber nicht... "Schatz ich... du weißt dass ich das eben nicht kann..." Er nickt. "Und was willst du jetzt machen?" Ich schlucke, doch da kommt mir plötzlich eine Idee... "Ich weiß nicht... Ich weiß nicht was ich genau fühle... verstehst du? Ich liebe dich! Und das weißt du! Aber ich... ich habe eben auch irgendwie Gefühle für ihn... und deshalb dachte ich... vielleicht... für eine gewisse Zeit also... eine offene Beziehung?" Er guckt mich verwundert an, mein Herz schlägt mir bis zum Hals. "Willst du das wirklich?" Ich nicke. "wenn du wirklich damit klar kommst, dass ich theoretisch mit anderen Mädchen schlafen werde, gern." Ich sehe ihn entgeistert an. War das sein Ernst? Er umarmt mich. "Ich liebe dich." 
ich schlucke. "Ich dich auch..." 



Samstag, 5. April 2014

#86

Ich sitze neben Carsten im Auto und habe Herzklopfen ohne Ende. Er hat mich nach dem Allergietest aus GU abgeholt und jetzt fahren wir durch den Odenwald. Wir haben viel geredet, weil ich ziemlich am verzweifeln war, wegen Kalle. Wir sind nur noch am Streiten und ich weiß einfach nicht mehr was ich noch machen soll, außer mich einfach nicht mehr bei ihm zu melden und ihn in ruhe zu lassen und ihm so zu zeigen dass er so nicht mit mir umgehen kann... andererseits macht mich das auch nicht glücklich.
Ich seufze und zünde mir eine Zigarette an. In diesem Moment greift Carsten nach meiner Hand und drückt sie: "Alles klar Kleine?" Ich schlucke und nicke. "Hey..." flüstert er und dreht meinen Kopf zu sich. "Alles wird gut, ok? Du musst dich entscheiden, aber ich weiß dass du die richtige Entscheidung treffen wirst. Aber eine Frage habe ich doch noch... also... liebst du ihn noch? Oder trennst du dich nur nicht, weil du Angst vor der Veränderung hast?" Ich schlucke. So habe ich das noch nie betrachtet... Aber wenn ich so näher darüber nachdenke... Ich habe weder Herzklopfen noch Kribbeln im Bauch wenn ich an Kalle denke oder bei ihm bin... Ich bin auch nicht mehr so glücklich wenn ich in seiner Nähe bin, eigentlich fühle ich mich sogar recht unwohl... ich schlucke und eine Träne läuft mir die Wange her runter. "Hey... " sagt Carsten leise und drückt meine Hand. "Ich würde dich ja jetzt umarmen, das geht aber schlecht wenn ich fahre." Ich lache leise auf. Und auch nach so langer Zeit verdreht dieser Kerl mir noch den Kopf, ich glaube es nicht. "Carsten?" frage ich leise. "Ja?" "Was glaubst... " ich schlucke "Was glaubst du, würde passieren wenn wir jetzt etwas miteinander hätten?" Er lächelt "Definiere "Miteinander haben"." "Naja... von Küssen bis Sex, eigentlich völlig egal." Er lacht kurz auf "naja, also zu allererst hätten wir was miteinander. Aber dann, wenn du es Kalle sagen würdest, gäbe es zwei Möglichkeiten. Entweder er macht Schluss, oder er verzeiht dir." Ich sehe niedergeschlagen aus dem Fenster und seufze. "Er würde Schluss machen..." Carsten lässt meine Hand los und zündet sich eine Zigarette an. "Wäre das denn so schlimm?" Ich beginne zu zittern, und in meinem Kopf beginnt sich alles zu drehen. Ja, Verdammt, das wäre schlimm! Alles würde sich verändern, mein einziger Halt im Leben wäre weg. Der Ast an den ich mich klammere wenn alles aus dem Ruder läuft... mein Grund mich nicht zu verletzen. Ich schweige, doch Carsten deutet dieses Schweigen genau richtig. "Natürlich, alles würde sich verändern aber... wer sagt dass Veränderung immer etwas schlechtes ist?" Ich schlucke. Eigentlich hat er ja recht aber irgendwas in mir sträubt sich gegen diesen Gedanken... Wir halten vor einem DPD Paket Shop am Arsch der Welt. Carsten sieht mich noch kurz an bevor er aussteigt. "Sagen wir es so, es kann gut sein, dass etwas passiert, denn süß finde ich dich immer noch." dann steigt er aus. Mein Herz klopft so stark, dass ich denke, ich kippe jeden Moment um. Er findet mich süß. Ich habe ein Kribbeln im Bauch das ich schon so lange nicht mehr gefühlt habe, und ich bin verdammt glücklich. In meinem Kopf kreisen die Gedanken, und mein Herz schlägt mir bis in den Hals. Ich sehe aus dem Fenster, als ich sehe, wie Carsten das Haus verlässt und auf mich zu kommt. Ich muss unweigerlich lächeln als ich ihn sehe. Er steigt ein und sieht mich grinsend an. "Wenn du lächelst sieht du gleich viel hübscher aus..." sagt er leise und sieht mir in die Augen, und ich sehe zurück. Das erste mal in den 6 Jahren die wir uns nun kennen, fällt mir auf wie schön seine Augen sind... Wir sagen kein Wort in diesem Moment, sehen uns nur an. Denn es sind keine Worte nötig für das was in diesem Moment zwischen uns geschieht. Es gibt auch keine Worte die das beschreiben könnten... Es war einfach... Magie? Ich weiß es nicht. Er streichelt mir vorsichtig über die Wange, ich merke wie ich etwas rot werde, da nimmt er auch schon sanft meinen Kopf in seine Hände und... küsst mich. Dieser Kuss ist... so unglaublich dass er mir den Atem raubt. Es liegen so viele Gefühle darin, Bereuen, Verlangen, Erregung, Sanftheit, und auch ein klein wenig Unsicherheit. Und diese Mischung bringt mich einfach um den Verstand. Ich weiß nicht wieso, aber in diesem Moment weiß ich, dass ich das Richtige tue. Dass ich Kalle damit verletze und alles ist plötzlich völlig aus meinem Kopf verschwunden, 
denn ich bin wunschlos glücklich
und genieße diesen Moment in vollen Zügen...



Samstag, 11. Mai 2013

#84

Und irgendwann ist nichts mehr wichtig. Nichts. Außer die Tatsache, dass wir uns lieben.
Dass wir -mehr oder weniger- glücklich sind. 
Nur das zählt. Nichts sonst.
Nicht, dass ich mich von meinen freunden benutzt fühle.
Nicht, dass ich glaube S lügt mich an.
Nciht, dass ich As vermisse und immernoch nicht weiß was ich fühlen soll.
Nicht, dass ich vermutllich sitzen bleibe.
Nichts zählt mehr. Nichts. Außer wir. K und ich. Nur das zählt. Dass wir uns lieben. Und dass wir nie aufhören werden das zu tun. Dass wir glücklich sind wie nie zuvor, obwohl wir uns so viel streiten wie noch nie. Aber gerade diese Streits, geben uns zu verstehen, wie wertvoll unsere Gefühle füreinander sind. 
Dass das nie aufhören darf. 
Dass es das ist, was mich vom durchdrehen abhält. 
Dass es das ist, das mich jeden Tag dazu bewegt auf zu stehen und in meine verfickte Schule zu gehen, in eine Klasse in der mich vermutlich keiner leiden kann. 
Aber das zählt nicht. Nichts zählt. 
Nur unsere Liebe. Sonst nichts. 



Dienstag, 23. April 2013

#83

Es ist Sonntag Abend, ich liege alleine auf meinem bett und mir wird klar, dass As weg ist. 
Sie ist weg. Wird morgen früh nicht neben mir liegen. Und plötzlich fangen die Tränen an über meine Wangen zu laufen. Ich vermisse so verdammt doll. Ich vermisse ihre Stimme, ihren Assi-Slang, ihren Duft, ihr Berührungen, ihre Küsse... 
Und ich hasse mich dafür, dass ich sie liebe. 
Ich hasse mich dafür, dass ich jemand Anderen als K lieben kann. Ich wollte das nie! Ich wollte immer ihn. Nur ihn! Doch jetzt...
Jetzt ist sie da und ich? Ich weiß nicht mehr was ich tun soll, es fühlt sich alles so falsch und gleichzeitig so richtig an. 
Ich liebe sie und hasse mich dafür. 
Und schon spüre ich wie die Klinge durch meine Haut gleitet...



Mittwoch, 10. April 2013

#82

Ich sitze nach dem Tanzen mit einem Glas cool up auf der Treppe in der Kneipe und denke nach. Ich muss es K sagen, es frisst mich auf. Als er plötzlich vr mir steht nehme ich all meinen Mut zusammen, lass mich von ihm hochziehen und gehe mit ihm in eine ruhige Ecke. 
"Schatz, ich muss dir was sagen..." beginne ich vorsichig.
"Und was?" fragt er.
"Ich... oh Gott ich kann nicht."
"Doch! Was ist denn los?"
"Ich... ich weiß nicht ob es am Alkohol liegt oder.. keine Ahnung... ich habe irgendwie... Gefühle für As." 
Er beginnt zu lächeln. "Na und?"
Langsam beginnt eine Träne aus meinem Auge zu laufen. 
"Süße!" Sagt er und nimmt min Gesicht in seine Hände. "Das ist doch nicht schlimm! Hallo? Du würdest mir ohne weiteres erlauben mit ihr zu schlafen! DU sagst es doch immer: Es ist As! So lange du mich noch liebst, kannst du lieben wen du willst! Erst Recht As! Und das tust du doch, oder?"
Ich falle ihm um den Hals und küsse ihn leidenschaftlich. "Ja! Ja natürlich tue ich das!" 
Womit habe ich so tolle Menschen nur verdient? 



Dienstag, 9. April 2013

#81

Ich sitze in Js Kneipe in H am Tresen, trinke mein Bier und sehe As beim tanzen zu. Mich fesselt jede einzelne ihrer Bewegungen, ich könnte ihr ewig zu sehen. Ich nippe an meinem Bier, dann kommt K auf mich zu und hält mir seine Hand hin. Ich zögere kurz doch dann lasse ich mich schon von ihm auf die Tanzfläche ziehen. K, As und ich stehen in einem Kreis und tanzen ein wenig, bis K uns alleine lässt. As tanzt sich langsam an mich ran, dann legt sie ihre Hände um meine Hüften und küsst mich. Ich erwidere ihre Küsse und tanze dann weiter mit ihr. Ich habe Gänsehaut am ganzen Körper während wir tanzen, und alles kribbelt. 
Wie toll diese Frau doch ist... <3 


Sonntag, 7. April 2013

#80

Ich sitze mit K und As im Wintergarten, während ich versuche wieder normal zu werden, nachdem mir nach dem letzten Joint total schlecht geworden war. K setzt sich auf meinen Schoß und gibt mir einen leidenschaftlichen Kuss.
"War das schön?" ich nicke. "Geht's dir besser?" "Ein bisschen..."
Dann küsst er mich weiter. Als er sich von mir gelöst hat, stellt er sich neben As.
"Soll ich dich auch mal ausnüchtern?" fragt sie an mich gewand. 
"Klar." sage ich und grinse. Sie setzt sich auf meinen Schoß, legt ihre Hände um meinen Nacken und gibt mir einen vorsichtigen Kuss. Mein ganzer Körper beginnt zu Kribbeln, als ihre Lippen meine berühren.
In diesem Moment weiß ich, ich habe mich in sie verliebt. 




Freitag, 22. März 2013

#79

Und plötzlich... plötzlich merke ich wieder, was eigentlich mit mir los ist.
Plötzlich merke ich, dass nichts gut ist, wie ich mir immer einrede. 
Dass ich nicht glücklich bin.
Plötzlich merke ich was ich für eine scheiße baue...
Dass ich A für immer verloren habe. mal wieder und J wahrscheinlich auch...
Und wie weh das tut... 
Ich will mich schneiden aber...  K liegt neben mir und schläft und wenn ich mich jetzt schneide dann... ist alles vorbei, da kann ich mich auch glich umbringen. Dann macht er nämlich Schluss. Das weiß ich. Weil er es gesagt hat. 
Ich will dass alles wieder so wird wie vor einem Jahr... 
Da war ich zwar noch in der Klinik aber... es ging mir irgendwie... besser. 
A und J waren immer für mich da, ich hatte noch nicht so eine große Angst K zu verlieren, ich war geschützt, geschützt vor mir selbst... 



Mittwoch, 27. Februar 2013

#76

Wenn ich den folgenden Post noch ausfürlicher gestalten würde, wäre ich morgen noch nicht fertig, also fass ich mich so kurz wie möglich :) 

Es ist Freitag Abend, und plötzlich steht An mit ihren Party people vor der Tür. "Können wir rein kommen? Uns ist kalt." Ich lache und loze sie in mein Zimmer. Dort lassen sie sich sofort auf Sofa Bett und Boden fallen. Cn, Jn, An, Ka und Ay spielen ein Trinkspiel, wir anderen sitzen um sie her rum, gucken ihnen zu, lachen sie aus wenn sie trinken müssen und plötzlich holt C ein Tütchen mit Gras raus und hält es Jn hin. "Machste mal?" Der fängt an das Gras mit Tabak zu mischen und dann zu einem Joint zu rollen. Als er fertig ist hält er ihn C hin. "Ich passe." sagt er. C sieht uns fragend an: "Wer kommt mit?" Ich sehe K bittend an, der grinst mich an, steht auf und zieht mich mit raus auf den Balkon. Mit An, K, C, Cn und Al stehen wir in einem Kreis und geben den Joint her rum. Nach 3 Runden wird es mir zu kalt, und ich verziehe mich wieder nach drinnen. Wir sitzen in meinem Zimmer, trinken ein bisschen was, hören Musik und Ay miemt den Alleinunterhalter, singt Buffalo Soldier und andere alte bekannte Lieder. Irgendwann ist er so betrunken dass er anfängt zu weinen, und sagt er habe uns nicht verdient und er wäre viel zu schlecht für uns. Das kennt man schon von ihm, so ist er immer wenn er betrunken ist. 
Ich sitze auf Ks Schoß und genieße die Zeit, Als An und Ju ins Zimmer kommen. "Lisa, komm mit!" "Warum?" frage ich verwundert. "Machs einfach, komm mit!" genervt stehe ich auf und folge ihnen ins Bad. Sofort kapiere ich. Ay hat die komplette Fensterbank abgeräumt. Alles liegt verstreut auf dem Boden, samt Glasschalen und Pflanze. Genervt räume ich mit An und Ju die Scherben und die Erde weg. Als wir wieder in mein Zimmer kommen, schläft Ay auf dem Boden. Ich atme auf. Endlich nervt er nicht mehr, er ist echt anstrengend wenn er betrunken ist. 
Nachdem wir eine kurze Runde Poker gespielt haben, rauchen wir den zweiten Joint, und bald darauf verschwinden die Anderen langsam. Als endlich alle weg sind, ziehen K und ich die Couch aus und legen uns schlafen. 
Ich denke über den Abend nach und lächle. Auch wenn es ziemlich anstrengend war, ich bin glücklich. Es war echt ein toller Abend. 
Ich hab schon ein paar verrückte Freunde, aber ich liebe sie. 










Mittwoch, 20. Februar 2013

#75




Und jetzt sitze ich hier, es ist 00 Uhr, am 20.02.2013, und habe Tränen in den Augen. 
Wisst ihr was am 20.02 ist? Unser Jahrestag. Heute bin ich ein jahr mit K zusammen und muss daran denken, wie alles angefangen hat. Es war anfangs "nur" eine Raucherfreundschaft in der Klinik, doch dann habe ich mich in ihn verliebt, habe mit ihm gelacht, wegen ihm geweint, hätte ihm um den Hals fallen und ihn von mir wegstoßen können zugleich. Ich habe ihn geliebt und gehasst für das was er mit mir gemacht hat. Er hat mich so glücklich gemacht wie keiner zuvor, er war charmant, wie ich vor ihm noch keinen kannte. Er ärgerte und beschützte mich, als wäre ich seine kleine Schwester. Er verehrte mich wie seine Frau. Und doch  sagte er mir oft, dass er nichts von mir wollte. Er hat mir mindestens vier mal wenn nicht öfter, das Herz gebrochen, und es wieder geflickt, innerhalb von ein ein halb Monaten. Er wurde am 12.01. entlassen, das war am Geburtstag meiner Mama. Ich hätte zur Zeit als er gegangen ist, eigentlich einen Termin gehabt, doch ich habe darum gekämpft ihm noch tschüss sagen zu können. Er war mein beste Freund und schlimmster Feind, Ich habe ihn geliebt und gehasst wie niemanden zuvor. Und dann war er weg. Ich saß Mittags in meinem Zimmer, und mir wurde erst dann richtig bewusst was das für mich bedeutete. Niemand mehr, der mir die Türen aufhielt, niemand mehr, der seinen Arm um mich legte, und mich tröstete wenn ich traurig war. Niemand mehr dessen Lächeln mich zum schmelzen brachte, niemand mehr der mir regelmäßig das Herz brach. Tränen stiegen mir in die Augen und ich drückte den Teddy den er mir zum Geburtstag geschenkt hatte gegen meine Brust. Ich wollte dass er wieder kam. Und das tat er auch. Am folgenden Montag. dem 20.02.2012. Er hatte mir schon am Wochenende geschrieben, dass er sich in mich verliebt hatte. Und ich wusste, dass er gekommen war, um mich etwas zu fragen, das hatte er gesagt. Um Halb 4 saß ich so aufgeregt wie noch nie zuvor am Tisch im Gang und knetete meine Finger. Schließlich ging die Tür zum Treppenhaus auf, und K stand dort. Unsere Blicke trafen sich, ich sprang auf, wir rannten aufeinander zu, wie in einem Film, und fielen uns in die Arme. Wäre nicht eine Freundin von uns gekommen, hätten wir stundenlang so da gestanden. Dann gingen wir raus, holten Zigaretten und stellten uns zusammen an unseren gemeinsamen Raucherplatz vor der Klinik. 
"Du weißt sicher, was ich dich fragen will, oder?" fragte K vorsichtig.
Ich nickte. 
"Und was sagst du?"
Ich lächelte und hauchte ein leises Ja. 
K sah betreten zu Boden, denn er dachte ich hätte Nein gesagt, doch als das geklärt war, legte er seine Hand um meine Hüfte, zog mich zu sich herran, und küsste mich. 
Ich hatte tausend Schmetterlinge im Bauch und hatte das Gefühl nichts und niemand könnte mir je wieder etwas anhaben. Das war der schönste Moment meines Lebens. 


Dienstag, 5. Februar 2013

#75

Es ist ca 23 Uhr, am 02. Februar 2013. Noch eine Stunde, dann bin ich 15. 
Ich habe gekifft, sitze mit ein paar Freunden am Tisch und kann nicht mehr aufhören zu lachen. Ich werfe einen Blick neben mich, und sehe dass K mit J, Ax, O und T Fotos macht. Er sieht so glücklich aus. Moment. Sollte nicht ich an Ks Stelle sein? Sollte nicht ich der Mittelpunkt dieser Party sein? Ich spüre wie mir Tränen in die Augen steigen, und lege schnell meinen Kopf auf den Tisch. Tränen quillen aus meinen Augen, ich zittere am ganzen Körper. Plötzlich steht K neben mir, legt seine Hand auf meine Schulter, und fragt was los sei. Ich kann nichts sagen, sondern falle ihm nur weinend in die Arme. 
Er zieht mich vorsichtig vom Stuhl hoch, nimmt mich auf den Arm, trägt mich nach draußen und setzt mich auf den Billardtisch. "So meine Süße, was ist los?" Ich schlucke, dann erzähle ich... 


Montag, 28. Januar 2013

#74


'Ich will den alten Dv wieder haben! Den, den ich letztes Jahr so lieb hatte, Der der mir Tage lang meine Wasserflasche nicht wiedergeben wollte! Der, hinter dem ich einen ganzen Abend auf dem Tisch saß und mich an ihn gelehnt habe! Der, der mein Teddy war! Der, in den ich mich verliebt hatte...
...
Als ich das gelesen hatte als du es Geschrieben hast, dachte ich mir nur, ja schön wärs gewesen, und danach hab ich mindestens nen monat nur an dich gedacht, also im ersten ja nach lünen, tja schon witzig, da liebt man sich erst gegenseitig, dann nur noch einseitig , und dann wird es einem bei einer neuen liebe einfach weggenommen, naya ich wollts dir nurnoch mitteilen, das ich mich nach bzw wärend lünen in dich verliebt hatte, was meinst du warum ich es so ernst genommen habe als du jacky lügen erzählt hattest, aber naya der zu ist abgefahren, ich konnte es ja nicht wieder grade biegen was mir versaut wurde
Ich hoffe du nimmst das nun nicht all zu ernst , ich will dich ja nicht jetzt noch kränken ... denk bitte nur daran das du es dir bei ihm nicht genauso verspielt, viel glück'

Danke Dv, ich hasse dich zwar so schon, aber mein Herz musst du mir echt nicht nochmal rausreißen :* ;D






Donnerstag, 17. Januar 2013

#72

Schweigend trete ich aus dem Zimmer des Therapeuten. 
Er bittet meine Eltern jetzt zu ihm zu kommen, um ihnen zu sagen worauf wir uns geeinigt haben. Wir erhöhen meine Medikamente und ich werde im April aufgenommen, wenn es bis dahin ganz schlimm wird, muss ich in die Psychiatrie, bis sie mich aufnehmen können. 
Als sich die Tür hinter meinem Vater schließt, falle ich K in die Arme und beginne zu weinen...

Samstag, 5. Januar 2013

#69

Ich stehe auf Ds Balkon. In der Schweiz. Ich bin dort seit dem 2. mit K und hatte eigentlich richtig viel Spaß. Doch nun holen mich meine dunklen Gedanken ein. 
Ich stehe am Geländer, und blicke auf die umliegenden Berge. Was würde wohl passieren wenn ich mich von ihnen runter stürzen würde? Hätte ich dann einen Klinikplatz verdient? 
Ich ziehe an meiner Zigarette und wische mir über die Augen. 
Ich kann nicht mehr. Obwohl es mir besser geht als vor einem Jahr, ich kann einfach nicht mehr. Ich will in die Klinik, doch traue mich nicht, einen Termin zu machen. Was ist, wenn sie sagen, ich brauche keinen Platz?
Dass es unnötig ist, wenn ich in die Klinik gehe. Was ist dann? Fange ich dann wieder an mich zu ritzen? Würde ich mir das leben nehmen? Egal was ich tun würde, K würde Schluss machen. 
Tränen steigen mir in die Augen bei dem Gedanken.
Ich muss das verhindern! Und ich weiss auch genau, wie.
Ich muss noch weniger Essen, und schneller abnehmen. So schnell wie möglich zum Untergewicht kommen, damit ich einen Klinikplatz bekomme. 

Warum kann ich nicht einfach glücklich sein, so wie Andere? 




Dienstag, 27. November 2012

#66

Leute, es tut mir leid. ich weiß einfach nicht was ich schreiben soll, wollte euch nur einen kleinen Überblick geben was in der letzten Zeit so passiert ist.
Mein Onkel ist gestorben.
Mein Selbsthass wird immer größer.
S zieht nach Berlin.
Und ich habe tierische Angst K kaputt zu machen, wie das letzte mal.

Von Samstag bis Dienstag bin ich in Berlin auf Beerdigung....
Ich kann nicht mehr...

Sonntag, 19. August 2012

#56

Ich sitze mit meinem Vater in der Tierarztpraxis, weil mein kater sich am Fuß verletzt hat.
Meine Gedanken kreisen immer wieder um den Kommentar von Ks Ex unter meinem Bild mit der Aufschrift:
"Hi Bitches! Did You know that this is my future? <3 So if you touch him, i'll find you."
Sie schrieb darunter: Zu spät.
Und dass mich das wahnsinnig macht, kann man wohl verstehen.
Ich kämpfe mit den Tränen als die Arzthelferin uns ins Behandlungszimmer ruft.
Als wir fertig sind, und mein Vater an der Anmeldung auf Tabletten wartet, murmle ich: "Ich geh schon mal ins Auto." Er gibt mir die Schlüssel und ich verlasse ohne ein weiteres Wort die Praxis.
Draußen fangen sofort die Tränen an, meine Wangen hinunter zu laufen.Ich setze mich ins Auto und sehe auf mein Handy. Nichts, außer eine SMS von T. Er macht sich Sorgen. Mein bester Freund Ich ringe mir ein lächeln ab. Ich hab ihn so lieb.
Mein Vater kommt um die Ecke, stellt den Katzenkorb mit meinem Kater darin auf den Rücksitz und setzt sich neben mich. Er sieht mich besorgt an. "Kannst du mich zu K fahren?" frage ich verzweifelt. "Wieso? Gibt's wieder Stress?" fragt er genervt. Ich nicke. "Und ich muss das klären!"
"Kannst du das nicht am Telefon klären?""Papa! Ich muss das persönlich klären! Hättest du das für Mama nicht auch gemacht!?" Rufe ich verzweifelt. Darauf sagt er nichts mehr und fährt los. Als wir in Ks Straße einbiegen bitte ich ihn, an zu halten, das letzte Stück will ich laufen. Mein Vater hält an, und ich steige aus. "Danke." murmle ich leise und wende mich ab. 
Während ich die Straße entlang gehe beginne ich immer mehr zu zittern. Ich habe so eine Angst... Was ist, wenn seine Ex Recht hat? Was soll ich dann machen?
Ich biege in seine Straße ein und sehe seine Mutter vor der Tür sitzen. Sie unterhält sich mit einer blonden Frau. Ich gehe langsam den Weg entlang und bleibe vor seiner Mutter stehen. "Hallo Lisa, was machst du denn hier?" fragt sie verwundert. "Ist K da? Ich muss mit ihm reden..." frage ich mit zitternder stimme. Sie sieht mich geknickt an. "Nein, tut mir leid, der ist grade Rasen mähen bei D." Ich schlucke und nicke dann. "Willst du rein kommen?" fragt sie und sieht mich besorgt an. Ich nicke, und folge ihr ins Haus... 


Sonntag, 12. August 2012

#55

So, sind die Ferien also auch schon mal vorbei. 
Wenn ich so zurück denke, waren es so ziemlich die schönsten Ferien die ich je hatte.
Die Bad Taste Party, ich bin wieder mit K zusammen ♥ , Ich habe eine alte Freundin wiedergesehen, Das Annett Louisan Konzert, Ds Geburtstag, Ich habe Spiderman getroffen, Das Mittelalter Festival, die ganzen Tage bei K und den Andere, der Urlaub in Monaco, die Abende mit An auf dem Golfplatz, und schließlich die Ferien Abschluss und Wilkommens Party für A. 
Verdammte Axt, das waren echt geile Ferien.
Die Schule... naja, ich freue mich um ehrlich zu sein schon ein wenig. Ich sehe nach über 6 Wochen teilweise meine Freunde wieder, in einer Woche geht's auf Klassenfahrt nach Berlin. Da darf ich zwar um 4 aufstehen um um 6:15 mit dem Zug los zu fahren, aber wayne! Ich genieße das Leben, egal ob ich jetzt wieder Schule habe oder nicht. Genießt die schönen Seiten des Lebens, und versucht mal an allem etwas positives zu finden. vertraut mir, das geht. 

p.s. ja ich weiß, schlechter blah blah laber post, aber ich wollte mich mal wieder melden, da es im Moment eigentlich nichts wirkliches gibt worüber ich schreiben könnte, außer dass es mir echt gut geht. 


Montag, 23. Juli 2012

#53

Ich weiß nicht wer ich bin.
Bin ich der Mensch, der ich sein will?
Will ich so sein wie ich bin?
Bin ich glücklich so, wie ich bin?
Nein. 
Weil ich nicht weiß wer ich bin.
Bin ich die Lisa, die alle von mir erwarten?
Bin ich noch die, in die K sich verliebt hat?
Bin ich die, für die mich alle halten?
Bin ich die selbstsüchtige egoistische dumme Kuh, die meine Tante von mir erwartet?
Nein.
Ich bin ich, doch wer bin ich?
ich bin Lisa. Ich bin ein ganz normales Mädchen. Zumindest wäre ich das gern.
Ich bin ein dummes Kind, das seinen Freunden auf die Nerven geht, weil ich nicht weiß wer ich bin. 
Ich bin ein kleines depressives Mädchen, dass an ihren Gedanken erstickt. Alles um mich wird immer enger, je mehr meine Gedanken kreisen. Die Luft wird dicker, ich werde ersticken, an mir selbst.
Doch wer bin ich selbst...?

Samstag, 14. Juli 2012

#50

Manchmal ist das Leben doch mehr als perfekt, findet ihr nicht auch?
Mann muss sich nur mal dem Moment hingeben und seine Probleme loslassen.
Man muss einfach mal an nichts denken, als an die schönen Momente die man erlebt.
So geht es mir im Moment. Ich verbringe momentan verdammt viel Zeit bei K und den Anderen, und es ist einfach super klasse. Und im Moment denke ich mir nur noch: "Ja, so soll es bleiben." So geht's mir gut, und so könnte es noch eine Weile bleiben. 
Ich habe in der letzten zeit wirklich gelernt positiv zu denken und mich einfach mal fallen zu lassen.
Eure Probleme holen euch schnell genug wieder ein, glaubt mir. Deswegen genießt jeden Moment in dem ihr es schaffen könnt eure Probleme,
 Probleme lassen zu sein, und einfach das Leben genießen könnt.
Erfreut euch mal des Lebens, das ist klasse! ♥ 



Montag, 9. Juli 2012

#49

Ich liege in meinem Feldbett. Mein Wecker klingelt, doch ich bin schon wach. Schnell mache ich ihn aus, wenn E jetzt aufwacht bin ich geliefert. Ich schäle mich aus meinem Bett und klettere so leise wie möglich über meinen Koffer. ich schnappe mir meine grüne Hose und ein Top und verschwinde im Bad. Ich lasse mich auf den Klodeckel sinken und atme tief durch. Ich schlüpfe leise in meine Hose und mein Top. Leise gehe ich aus dem Bad, lösche das Licht und schließe die Tür. Zurück in unserem Zimmer lasse ich mich auf den Boden vor dem bett sinken und ziehe meine Schuhe an. Plötzlich öffnet E die Augen. Ich starre sie an. Scheiße,verdammte Scheiße! "Hast du dir schon mal den Mond angeguckt? Sieht voll geil aus!" sagt sie und schläft weiter. Ich atme auf, ziehe mich am Bettgestell hoch, werfe meine Jacke über und schnappe mir meine Tasche. Bevor ich raus gehe, nehme ich noch meine Zigaretten von der Fensterbank und stecke sie in meine Jackentasche. Mit meinem Teddy und Herzkissen im Arm und meiner Tasche über der Schulter schleiche ich langsam und leise die Treppe her runter. Ich öffne langsam die Tür zur Diele. Oh hoffentlich geht der Bewegungsmelder nicht an!  Ich setze einen Fuß hinein und schon geht das Licht an. Scheiß Bewegungsmelder! Ich gehe so leise und schnell wie möglich ins Wohnzimmer. Ich warte bis das Licht wieder aus ist, dann sehe ich mich nach der Tasche meiner Tante um. Ich brauche Geld! Ich finde die Tasche nicht. Scheiß drauf, ich muss hier weg! Ich schlüpfe durch die Terrassentür raus, und renne leise um die Ecke, so dass ich vom Haus nicht mehr gesehen werden kann. Ich sehe auf meine Handy Uhr. Viertel nach 4. Verdammt, ich habe noch eine halbe Stunde Zeit! Ich gehe den Weg zur Einfahrt her runter, und gehe meinen Plan noch einmal durch. 
Ich nehme den Bus um 4:45 zur S-Bahn. Dann auf dem schnellsten Weg zum Hauptbahnhof, von dort aus um 5:38 in den ICE nach Frankfurt. Sobald ich drin bin, direkt aufs Klo, und dort bleibe ich eine halbe Stunde. Bis wir aus der Stadt raus sind und die Kontrolleure durch sind. Dann irgendwo unauffällig hinsetzen als wäre nichts. Und dass dann bis Frankfurt an jeder Haltestelle durchziehen. In Frankfurt raus aus dem ICE, rein in den RE, nach DA . In DA A eine SMS schreiben wenn ich im RE zu K bin. Am Bahnhof bei K raus aus dem Zug, mit A treffen und dann mit dem Roller hoch zu K. Von dort aus meinen Eltern bescheid sagen wo ich bin und sagen dass sie mich erst einmal nicht abholen sollen.
Wenn das so klappt wie ich mir das vorstelle, wird alles perfekt. 
Ich schmeiße meine Sachen über das Tor und klettere vom Tor aus auf die mauer und springe von dort aus runter zu meinen Sachen. Ich sammle meine Sachen zusammen und laufe die Straße entlang zur Bushaltestelle. Mir laufen schon wieder die Tränen die Wangen runter. Ich habe Angst, doch will es mir nicht eingestehen. An der Bushaltestelle lasse ich mich auf die Bank fallen und schicke eine SMS an K: "Ich bin an der Bushaltestelle" Ein paar Minuten später bekomme ich eine Nachricht von Da auf Facebook. "Hey, biste jetzt schon hier?" "Nein, an ner Bushaltestelle in Berlin." "Aso." "Hab ich K geweckt?" "Nein, ich hab ihn geweckt. " "Achso... sorry. Ich hab Angst." "Ok... pass auf dich auf. ._:" "Mach ich" 
Während ich Eisblume höre und weine stecke ich mir eine Zigarette an. Es ist halb. Ich zittere am ganzen Körper und habe eine tierische Angst. Ich kann das nicht! 
Schließlich rufe ich meine Tante an. Ich will sie nur wecken. Nicht mit ihr reden, deswegen sage ich nichts als sie ans Handy geht. Kurz nachdem ich aufgelegt habe kommt eine SMS: "Wo bist du?" "An der Bushaltestelle." Einen Moment später kommt sie im Schlafanzug um die Ecke gerannt. Als sie mich sieht wird sie langsamer. "Was machst du hier?" fragt sie und setzt sch neben mich.