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Freitag, 2. Mai 2014

#88

Ich laufe mit Carsten vom Auto in die Innenstadt, 
als die Nachricht kommt. 
Ich habe Kalle gefragt ob er am Samstag auf Stefans Geburtstag geht, oder mit mir auf die Fastnachtssitzung kommt. 

Ich: Und, wo gehst du hin?
Kalle: Ich gehe auf den Geburtstag, ich lass es mir jetzt auch mal wieder gut gehen, denn das brauche ich mal wieder.

Ich bleibe mitten auf der Strasse aprupt stehen und starre auf mein Handy. Ist das sein Ernst? Alles in mir krampft sich zusammen, mir wird kalt und heiß zugleich und mir steigen Tränen in die Augen. "Lisa?" fragt Carsten. Ich kann nichts sagen, denn plötzlich sehe ich ein Auto auf uns zu kommen. "Scheiße!" ruft Carsten und zieht mich von der Strasse. "Was ist los!?" fragt er geschockt als wir auf dem Gehweg stehen und ich schwer atmend auf die Strasse starre. "Ich..." mir bleibt die Luft weg, dann drücke ich ihm einfach mein Handy in die Hand und lasse mich auf den Boden sinken. Als er fertig gelesen hat, kniet er sich neben mich. "Komm hoch." sagt er sanft und hilft mir vorsichtig auf. "Also, ich habe dir ja gesagt ich will dich eigentlich nicht in deiner Entscheidung beeinflussen, aber das geht zu weit!" Ich schlucke. "Schieß den Kerl in den Wind!" Mir rollt eine Träne über die Wange, denn ich weiß genau dass er Recht hat mit dem was er sagt. "Er tut dir nur noch weh, das ist doch keine Beziehung mehr und ich merke, dass du schon lange nicht mehr glücklich bist, denn wenn du es wärst hätte das mit uns nie angefangen." Ich schluchze und drücke meine Hände auf meine Augen. ich will nicht dass er meine Tränen sieht. Er seufzt schwer und nimmt mich in den Arm. "Ganz ruhig kleine, ich bin für dich da." 
Und in diesem Moment weiß ich, 
dass ich meine Entscheidung getroffen habe... 



Sonntag, 3. November 2013

#85

Hallo ihr Lieben.
Ich lebe noch.
Gut? Wie man's nimmt.
Bin hocken geblieben, klasse hasst mich.
Depression ist zurück, Eßstörung auch.
Vom Selbstmordgedanken und co.
brauch ich gar nicht anfangen.
Ich hasse mich. :)

Und wie gehts euch so ? :)






Dienstag, 23. April 2013

#83

Es ist Sonntag Abend, ich liege alleine auf meinem bett und mir wird klar, dass As weg ist. 
Sie ist weg. Wird morgen früh nicht neben mir liegen. Und plötzlich fangen die Tränen an über meine Wangen zu laufen. Ich vermisse so verdammt doll. Ich vermisse ihre Stimme, ihren Assi-Slang, ihren Duft, ihr Berührungen, ihre Küsse... 
Und ich hasse mich dafür, dass ich sie liebe. 
Ich hasse mich dafür, dass ich jemand Anderen als K lieben kann. Ich wollte das nie! Ich wollte immer ihn. Nur ihn! Doch jetzt...
Jetzt ist sie da und ich? Ich weiß nicht mehr was ich tun soll, es fühlt sich alles so falsch und gleichzeitig so richtig an. 
Ich liebe sie und hasse mich dafür. 
Und schon spüre ich wie die Klinge durch meine Haut gleitet...



Mittwoch, 10. April 2013

#82

Ich sitze nach dem Tanzen mit einem Glas cool up auf der Treppe in der Kneipe und denke nach. Ich muss es K sagen, es frisst mich auf. Als er plötzlich vr mir steht nehme ich all meinen Mut zusammen, lass mich von ihm hochziehen und gehe mit ihm in eine ruhige Ecke. 
"Schatz, ich muss dir was sagen..." beginne ich vorsichig.
"Und was?" fragt er.
"Ich... oh Gott ich kann nicht."
"Doch! Was ist denn los?"
"Ich... ich weiß nicht ob es am Alkohol liegt oder.. keine Ahnung... ich habe irgendwie... Gefühle für As." 
Er beginnt zu lächeln. "Na und?"
Langsam beginnt eine Träne aus meinem Auge zu laufen. 
"Süße!" Sagt er und nimmt min Gesicht in seine Hände. "Das ist doch nicht schlimm! Hallo? Du würdest mir ohne weiteres erlauben mit ihr zu schlafen! DU sagst es doch immer: Es ist As! So lange du mich noch liebst, kannst du lieben wen du willst! Erst Recht As! Und das tust du doch, oder?"
Ich falle ihm um den Hals und küsse ihn leidenschaftlich. "Ja! Ja natürlich tue ich das!" 
Womit habe ich so tolle Menschen nur verdient? 



Freitag, 22. März 2013

#79

Und plötzlich... plötzlich merke ich wieder, was eigentlich mit mir los ist.
Plötzlich merke ich, dass nichts gut ist, wie ich mir immer einrede. 
Dass ich nicht glücklich bin.
Plötzlich merke ich was ich für eine scheiße baue...
Dass ich A für immer verloren habe. mal wieder und J wahrscheinlich auch...
Und wie weh das tut... 
Ich will mich schneiden aber...  K liegt neben mir und schläft und wenn ich mich jetzt schneide dann... ist alles vorbei, da kann ich mich auch glich umbringen. Dann macht er nämlich Schluss. Das weiß ich. Weil er es gesagt hat. 
Ich will dass alles wieder so wird wie vor einem Jahr... 
Da war ich zwar noch in der Klinik aber... es ging mir irgendwie... besser. 
A und J waren immer für mich da, ich hatte noch nicht so eine große Angst K zu verlieren, ich war geschützt, geschützt vor mir selbst... 



Samstag, 9. März 2013

#77

Es ist Samsag Abend, es ist eiskalt und ich stehe in H auf dem Sportplatz als mein handy klingelt.
S.
Was will der denn jetzt? Mein herz klopft mir bis zum Hals, und ich nehme ab.
"Hay?"
"Hey hasi, naa?" Was soll das denn jetzt bitte?
"Wat los?"
"Komm mal am Mittwoch vorbei, wir müssen reden!"
"Jaa.. ähhm... das wollte ich doch eh machen!"
"Ja gut."
"Alter, was solln das jetzt? Ich bin grad voll geflasht warum rust du mich an?"
"Einfach so."
"Okay, ich bin grade total breit, aber passiert das grade wirklich?"
"Du bist was !?"
"Breit!"
"Wie oft!? "
"Heute? 2 mal."
"gestern?"
"3 oder 4 mal."
"Na dann mach dich mal auf was gefasst am Mittwoch."
"Das mach ich eh."
Ich grinse, als K auf mich zukommt."wer?" fragt er leise. "S." flüstere ich und grinse. Er sieht mich fragend an. "Erklär ich dir später!" flüstere ich, dann geht er wieder zu den Anderen.
Ich quatsche noch eine Weile mit S, dann legen wir auf. Ich stehe lächelnd mit meinem Handy in der Hand da, und fange an zu weinen. Vor Glück versteht sich. :)


Mittwoch, 20. Februar 2013

#75




Und jetzt sitze ich hier, es ist 00 Uhr, am 20.02.2013, und habe Tränen in den Augen. 
Wisst ihr was am 20.02 ist? Unser Jahrestag. Heute bin ich ein jahr mit K zusammen und muss daran denken, wie alles angefangen hat. Es war anfangs "nur" eine Raucherfreundschaft in der Klinik, doch dann habe ich mich in ihn verliebt, habe mit ihm gelacht, wegen ihm geweint, hätte ihm um den Hals fallen und ihn von mir wegstoßen können zugleich. Ich habe ihn geliebt und gehasst für das was er mit mir gemacht hat. Er hat mich so glücklich gemacht wie keiner zuvor, er war charmant, wie ich vor ihm noch keinen kannte. Er ärgerte und beschützte mich, als wäre ich seine kleine Schwester. Er verehrte mich wie seine Frau. Und doch  sagte er mir oft, dass er nichts von mir wollte. Er hat mir mindestens vier mal wenn nicht öfter, das Herz gebrochen, und es wieder geflickt, innerhalb von ein ein halb Monaten. Er wurde am 12.01. entlassen, das war am Geburtstag meiner Mama. Ich hätte zur Zeit als er gegangen ist, eigentlich einen Termin gehabt, doch ich habe darum gekämpft ihm noch tschüss sagen zu können. Er war mein beste Freund und schlimmster Feind, Ich habe ihn geliebt und gehasst wie niemanden zuvor. Und dann war er weg. Ich saß Mittags in meinem Zimmer, und mir wurde erst dann richtig bewusst was das für mich bedeutete. Niemand mehr, der mir die Türen aufhielt, niemand mehr, der seinen Arm um mich legte, und mich tröstete wenn ich traurig war. Niemand mehr dessen Lächeln mich zum schmelzen brachte, niemand mehr der mir regelmäßig das Herz brach. Tränen stiegen mir in die Augen und ich drückte den Teddy den er mir zum Geburtstag geschenkt hatte gegen meine Brust. Ich wollte dass er wieder kam. Und das tat er auch. Am folgenden Montag. dem 20.02.2012. Er hatte mir schon am Wochenende geschrieben, dass er sich in mich verliebt hatte. Und ich wusste, dass er gekommen war, um mich etwas zu fragen, das hatte er gesagt. Um Halb 4 saß ich so aufgeregt wie noch nie zuvor am Tisch im Gang und knetete meine Finger. Schließlich ging die Tür zum Treppenhaus auf, und K stand dort. Unsere Blicke trafen sich, ich sprang auf, wir rannten aufeinander zu, wie in einem Film, und fielen uns in die Arme. Wäre nicht eine Freundin von uns gekommen, hätten wir stundenlang so da gestanden. Dann gingen wir raus, holten Zigaretten und stellten uns zusammen an unseren gemeinsamen Raucherplatz vor der Klinik. 
"Du weißt sicher, was ich dich fragen will, oder?" fragte K vorsichtig.
Ich nickte. 
"Und was sagst du?"
Ich lächelte und hauchte ein leises Ja. 
K sah betreten zu Boden, denn er dachte ich hätte Nein gesagt, doch als das geklärt war, legte er seine Hand um meine Hüfte, zog mich zu sich herran, und küsste mich. 
Ich hatte tausend Schmetterlinge im Bauch und hatte das Gefühl nichts und niemand könnte mir je wieder etwas anhaben. Das war der schönste Moment meines Lebens. 


Dienstag, 5. Februar 2013

#75

Es ist ca 23 Uhr, am 02. Februar 2013. Noch eine Stunde, dann bin ich 15. 
Ich habe gekifft, sitze mit ein paar Freunden am Tisch und kann nicht mehr aufhören zu lachen. Ich werfe einen Blick neben mich, und sehe dass K mit J, Ax, O und T Fotos macht. Er sieht so glücklich aus. Moment. Sollte nicht ich an Ks Stelle sein? Sollte nicht ich der Mittelpunkt dieser Party sein? Ich spüre wie mir Tränen in die Augen steigen, und lege schnell meinen Kopf auf den Tisch. Tränen quillen aus meinen Augen, ich zittere am ganzen Körper. Plötzlich steht K neben mir, legt seine Hand auf meine Schulter, und fragt was los sei. Ich kann nichts sagen, sondern falle ihm nur weinend in die Arme. 
Er zieht mich vorsichtig vom Stuhl hoch, nimmt mich auf den Arm, trägt mich nach draußen und setzt mich auf den Billardtisch. "So meine Süße, was ist los?" Ich schlucke, dann erzähle ich... 


Sonntag, 27. Januar 2013

#73

Außer Atem komme ich an der Bushaltestelle in R an. Mir ist klar, dass ich den Bus verpasst habe, denn er ist schon vor 5 Minuten abgefahren. Toll. Ich atme tief durch, dann wähle ich Ks Nummer. 
"Hallo?" meldet er sich.
"Hi, du, ich wollte mal fragen was jetzt ist..."
"Ich darf nicht zu dir, sorry..." Ich schließe die Augen, die sich langsam mit Tränen füllen.
"Kann ich zu dir?"
"Warte kurz" 
Er redet kurz mit seiner Mutter, dann meldet er sich wieder.
"Ja, du kannst her kommen." 
Seine Mutter ruft etwas unverständliches aus dem Hintergrund, K bittet mich kurz zu warten.
"Okay, meine Mutter sagt jetzt du darfst net her kommen... oder, bist du schon auf dem Weg?"
"Ja, eigentlich schon, ich dachte ja du pennst noch und wollte jetzt zu dir fahren."
"ja okay, dann komm her, dann müssen wir halt draußen bleiben."
"Alles klar..." sage ich leise. 
"Dann, bis später." 
"Tschüss..." 
Ohne Grund laufen die Tränen meine Wangen entlang. 
Ich wähle die Nummer meiner Mutter.
"Ja?" meldet sie sich.
"Mama, kannst du mich bitte in R abholen?" 
"Wieso bist du in R?"
"Ich wollte alleine mim Bus nach Re fahren, aber ich hab den Bus verpasst."
"Du komsmt jetzt sofort nach Hause!"
"Mama bitte, ich hab mich mit K gestritten, ich muss jetzt zu dem und das klären!"
Ohne ein weiteres Wort legt sie auf. Tränen laufen mir über die Wangen. Ich weiß noch nicht mal wieso...
Schweigend schiebe ich mein Fahrrad zurück zur Bushaltestelle und lasse mich auf den Boden sinken... 


Donnerstag, 17. Januar 2013

#72

Schweigend trete ich aus dem Zimmer des Therapeuten. 
Er bittet meine Eltern jetzt zu ihm zu kommen, um ihnen zu sagen worauf wir uns geeinigt haben. Wir erhöhen meine Medikamente und ich werde im April aufgenommen, wenn es bis dahin ganz schlimm wird, muss ich in die Psychiatrie, bis sie mich aufnehmen können. 
Als sich die Tür hinter meinem Vater schließt, falle ich K in die Arme und beginne zu weinen...

Samstag, 5. Januar 2013

#69

Ich stehe auf Ds Balkon. In der Schweiz. Ich bin dort seit dem 2. mit K und hatte eigentlich richtig viel Spaß. Doch nun holen mich meine dunklen Gedanken ein. 
Ich stehe am Geländer, und blicke auf die umliegenden Berge. Was würde wohl passieren wenn ich mich von ihnen runter stürzen würde? Hätte ich dann einen Klinikplatz verdient? 
Ich ziehe an meiner Zigarette und wische mir über die Augen. 
Ich kann nicht mehr. Obwohl es mir besser geht als vor einem Jahr, ich kann einfach nicht mehr. Ich will in die Klinik, doch traue mich nicht, einen Termin zu machen. Was ist, wenn sie sagen, ich brauche keinen Platz?
Dass es unnötig ist, wenn ich in die Klinik gehe. Was ist dann? Fange ich dann wieder an mich zu ritzen? Würde ich mir das leben nehmen? Egal was ich tun würde, K würde Schluss machen. 
Tränen steigen mir in die Augen bei dem Gedanken.
Ich muss das verhindern! Und ich weiss auch genau, wie.
Ich muss noch weniger Essen, und schneller abnehmen. So schnell wie möglich zum Untergewicht kommen, damit ich einen Klinikplatz bekomme. 

Warum kann ich nicht einfach glücklich sein, so wie Andere? 




Dienstag, 11. Dezember 2012

#68

Ich sitze in der Kapelle des Waldfriehofes Berlin Charlottenburg. 
Der Redner erzählt irgendwas darüber, was für ein toller Mensch mein Onkel war, doch ich höre nicht zu.
Die Rede zieht an mir vorbei, bis plötzlich mein Name fällt. 
Lisa, mein kleiner Kampfdackel, du hast so viele Talente, nutze sie! Und quäl deine Eltern nicht immer so... 
Meine Augen füllen sich mit Tränen. Das wären seine letzten Worte an mich gewesen. 
Als Seasons in the sun von Nirvana gespielt wird, kommen die Sargträger hinein, nehmen den Sarg und beginen aus der Kirche zu laufen. Ich stehe auf und laufe hinter Oma, F, und meiner Tante aus der Kapelle. Draußen schlägt mir kalte Luft entgegen, es schneit. Undpassend für eine Beerdigung, finde ich. 
Ich beginne zittern. Ich stelle mir vor, wie mein Onkel in diesem engen Sarg lieft. Tot. Leblos. Und nicht mehr er selbst. Ich zwinge mich nicht zu weinen, denn mein Vater sieht mich die ganze Zeit von der Seite an. 
Ich kann nicht mehr. 







Sonntag, 4. November 2012

#64

Mein Onkel liegt wieder im Krankenhaus und seine Überlebenschancen gehen gegen Null. 
Ich kann einfach nicht mehr.
Mein Leben zieht an mir vorbei, doch ich bewege mich keinen Zentimeter.

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Ich sitze vor meinem PC. Immer wieder hallt der Satz seine Überlebenschancen gehen gegen null in meinem Kopf wieder. Ich kann nicht mehr. Ich mache mir solche Vorwürfe. Warum war ich im Sommer so egoistisch und bin nach Hause statt in Berlin zu bleiben und meinem Onkel eine schöne zeit zu verschaffen? Ich hasse mich so sehr... 
Und plötzlich habe ich die Klinge in der Hand und setze sie an. Während ich das kalte Metall durch meine Haut ziehe, fangen an mir Tränen über die Wangen zu laufen. Und Tränen aus Blut laufen meinen Arm hinunter. Ich frage mich, was ich da tue, doch finde keine Antwort. Mache ich mir nicht schon wieder mein Leben kaputt? Nein. Mein Leben ist kaputt. 


Dienstag, 23. Oktober 2012

#63

Jetzt sitze ich hier, schreibe mit S und weine.
Ich weiß nicht mehr woran ich bin und meine ganze Welt steht Kopf.
Ich kann nicht mehr.
Wie konnte ich das alles nur zulassen, ich habe meinen besten Freund verloren! 
Eine der wichtigsten Personen in meinem Leben...
Hasi, ich weiß ganz genau dass du das lesen wirst.
Ich hab dich so lieb und ich wünschte ich könnte das alles irgendwie wieder gut machen, aber ich weiß genau das kann ich nicht. Ich hoffe, das Treffen morgen führt zu irgendetwas positivem, selbst wenn wir uns nur heulend in den Armen liegen. Ich vermisse dich. 


#62

Nachdem ich S erzählt habe, was K von ihm hält, will er sofort zu ihm und mit ihm reden. Also fahren wir nach H.
Als wir im Bus sitzen, steigt plötzlich T ein. Mir ist sofort klar, dass das nichts gutes zu heißen hat. "Hasi." flüstere ich und stupse ihm leicht in die Seite. Er sieht von seinem Handy auf und schaut T ins Gesicht. "Danke." flüstert er böse. "Ich hab damit nichts zu tun!" antworte ich wütend. "Is klar, du hast ihm doch bestimmt geschrieben!" Ich sehe ihn fassungslos an. "hab ich nicht!" "Ist klar.!" antwortet er und boxt mich auf den Oberarm. Im Nachhinein ist mir klar, dass das nicht so gemeint war, aber im ersten moment bleibt mir die Luft weg. ich reibe mir die Stelle auf die er geschlagen hat, und in mir steigt eine riesige Wut auf. K hat gesagt, wenn S mir weh tut, tut er ihm weh. Während der gesamten restlichen Busfahrt ignoriere ich S gekonnt. An der Bushaltestelle steige ich aus und laufe so schnell wie möglich zu K, ob die Anderen mit kommen oder nicht ist mir in diesem Moment scheiß egal. Vor Ks Fenster bleibe ich stehen und knurre wütend. "Hau S eine rein! Er hat mich geschlagen!" Sofort steht K auf und stürmt aus dem Haus. Er läuft auf S zu, und schubst ihn weg. Was danach passierte weiß ich nicht mehr, das erste an das ich mich erinnere ist, dass mich K und S fragend an sahen und mich fragten warum ich S zu K gebracht habe. Ich bekomme keinen Ton her raus und sehe die beiden nur voller Angst an. Was hatte ich da nur angerichtet? Ich beginne zu zittern. K kommt auf mich zu, nimmt mich in den Arm und flüstert in mein Ohr: "Warum hast du das getan?" "ich..." stottere ich. "Ich wollte dass ihr redet." Nach einiger Zeit des Schweigens, sage ich einen Satz den ich bereuen soll: "Ich werde den Kontakt abbrechen." K nickt. "Ist besser so..." 
Ich atme tief durch, dann gehe ich zu S, gehe mit ihm ein Stück die Straße entlang und erkläre ihm alles.
 Der letzte Satz den Ich sage ist: "Ich hoffe, du bekommst dein leben wieder auf die Reihe." und klopfe ihm auf die Schulter. 

10 Minuten später, liege ich neben K im Bett und die Tränen laufen mir über die Wangen. 
Was habe ich nur getan? 


#61

Vor Zwei Wochen:
Ich habe wieder Streit mit S. am Montag treffen wir uns in DA. Ich steige aus dem Zug, atme tief durch, und gehe auf ihn zu. Er grinst mich an, ich muss auch grinsen. Ist doch alles wieder gut? Er trägt die gleiche Jacke wie an dem tag als wir uns kennen lernten... 
"Hey..." sage ich und fasse ihm um die Hüften "Hi..." antwortet er. "Ich musste voll lachen als ich dich gesehen habe." "Ich auch." antworte ich lächelnd. 
Er sieht mich ernst an. "Du hast ne ganz schön große Scheiße gebaut." Ich schlucke. "ich weiß... Und es tut mir so leid..." "Super!" er wird laut. "Das hilft mir jetzt aber auch nichts mehr!" ich sehe betreten zu Boden. Ich weiß genau dass ich Mist gebaut habe... 
Wir gehen die Treppe zur Unterführung hinunter. "ich hätte wegen dir gestern sterben können! Ich bin betrunken Auto gefahren wegen dir!" schreit er. "Und du machst auch noch Wochenlang so weiter als wäre nichts gewesen! Das tut so weh! Wochenlang tust du als wäre nix! Das ist echt unterste Schublade!" Ich stehe mit dem rücken zur Wand, und sehe ihn mit Tränen in den Augen an. Ich würde gerne so viel sagen, doch ich bekomme keinen Ton raus. Er sieht mich ein letztes mal wütend an, dann dreht er sich um und geht. 
Betreten stehe ich in der Ecke und starre vor mich hin. Ich muss ihm folgen!
Ich renne die Unterführung entlang, die Treppe hoch und hinter S her. Kurz vor ihm werde ich immer langsamer und bleibe schließlich vor ihm stehen "Es tut mir leid! Ich wünschte ich könnte das wieder rückgängig machen, obwohl ich weiß dass das nicht geht. Ich hoffe du kannst mir das je verzeihen!" Er lächelt. 
"Hasi. Du weißt dass ich dir nicht lange böse sein kann." Und nimmt mich in den Arm. 



Sonntag, 23. September 2012

#59

Es ist Donnerstag, ich habe Schulfrei und bin mit K in seiner Schule gegangen, einfach so zum Spaß.
Eigentlich wollte  ich mich nach der Schule mit S treffen, er wollte ihm seine Gefühle gestehen. Am Vorabend als ich bei K im Bett lag, bekam ich eine SMS in der stand: "Ich kann das morgen nicht!" Ich ging also davon aus, dass S nicht kommen würde. 
Ich sitze mit K, der sich weh getan hat an der Straße und warte darauf dass uns meine Mama abholt. 
In meinem Gedanken bin ich bei S. Ich konnte ihn nicht anrufen, da mein Handy aus gegangen ist, Aber T hat mir erzählt, dass S nach H gefahren ist. Ich beiße mir besorgt auf die Lippen und ziehe dann an meiner Zigarette. Endlich kommt meine Mama. Sie fährt uns erst nach H, ich hole meine Sachen und dann fährt sie mit mir nach Hause. Das erste was ich tue, als ich n mein Zimmer komme, ist mein Handy an die Ladung zu hängen, dann nehme ich mein Laptop und schaue bei Facebook rein. Sofort strahlt mir ein Status von S entgegen. "Ich hasse dich! Melde dich nie wieder bei mir!" Aus einem unerkenntlichen Grund ist mir klar, dass das an mich gerichtet ist. Mein Verdacht bestätigt sich, als ich eine Nachricht mit genau den selben Sätzen bekomme. Alles beginnt sich in meinem Kopf zu drehen. Was habe ich nur angerichtet? Mit zitternden Fingern wähle ich S' Nummer, aber natürlich geht er nicht ran. Ich schreibe ihm eine MS und auf Facebook was denn los sei, doch bekomme keine Antwort. Währen mir die Tränen die Wangen her runter laufen, stehe ich auf, greife in meine Jackentasche, ziehe meine Zigaretten Packung herraus und zünde mir auf dem Balkon eine an. Als die Zigarette fertig ist, gehe ich zitternd wieder in mein Zimmer. Alles um mich her rum beginnt sich zu drehen. Plötzlich geben meine Beine nach, ich merke noch wie ich auf den Boden falle, dann wird mir schwarz vor Augen. 


Dienstag, 4. September 2012

#58

Ich sitze in der Mathestunde vor meiner Aufgabe und weiß nicht was ich tun soll.
Alles fängt genau so von vorne an, wie die letzten zwei Jahre.
Es wird langsam Herbst, und der Selbsthass kommt wieder und mir gehts ohne Grund scheiße.
Und die letzten Jahre kam es dann so, dass ich wieder anfing mich zus schneiden. Wenn ich ehrlich bin, gibt es im Moment nur einen Grund der mich davon abhält. Die Angst K zu verlieren wenn ich wieder anfange. 
Mein stolz ist mir im Moment so scheiß egal, das glaubt ihr gar nicht..
Mir läuft eine einzelne Träne die Wange hinunter. ich sehe aus dem fenster, während aus meinen Ipod Kopfhörern die Stimme von Panik singt.
Du schweigst, wenn jeder and're schreit...
Ich blicke zu meinem Mathelehrer, der sieht mich nicht, ich blicke zu meiner Sitznachbarin, die sieht mich nicht. Ich frage eine Klassenkameradin nach einem Taschentuch, die sieht meine Tränen nicht. 
ich muss hier raus.
...du lachst, obwohl dein Schmerz verbleibt.
Ich tippe eine SMS an S: "Hol mich hier raus, ich kann nicht mehr." 
Schließlich schiebe ich meiner Nachbarin einen Zettel zu. "Ich kann nicht mehr, ich muss hier raus."
"Wieso was ist los?"
"Ist zu viel zum aufschreiben ich bin einfach am Ende."
"Frag herr M ob du raus darfst."
"Ich kann nicht."
"Wieso?"
"Dann heule ich." 
"O.K." 
Du singst, dein eig'nes Trauerlied...
Ich schreibe einen zettel an eine Freundin, und frage sie ob sie nach der Stunde mit mir raus kommt. 
Sie sieht mich besorgt an und nickt. 
...denn Trauer ist das was du liebst...



Sonntag, 19. August 2012

#56

Ich sitze mit meinem Vater in der Tierarztpraxis, weil mein kater sich am Fuß verletzt hat.
Meine Gedanken kreisen immer wieder um den Kommentar von Ks Ex unter meinem Bild mit der Aufschrift:
"Hi Bitches! Did You know that this is my future? <3 So if you touch him, i'll find you."
Sie schrieb darunter: Zu spät.
Und dass mich das wahnsinnig macht, kann man wohl verstehen.
Ich kämpfe mit den Tränen als die Arzthelferin uns ins Behandlungszimmer ruft.
Als wir fertig sind, und mein Vater an der Anmeldung auf Tabletten wartet, murmle ich: "Ich geh schon mal ins Auto." Er gibt mir die Schlüssel und ich verlasse ohne ein weiteres Wort die Praxis.
Draußen fangen sofort die Tränen an, meine Wangen hinunter zu laufen.Ich setze mich ins Auto und sehe auf mein Handy. Nichts, außer eine SMS von T. Er macht sich Sorgen. Mein bester Freund Ich ringe mir ein lächeln ab. Ich hab ihn so lieb.
Mein Vater kommt um die Ecke, stellt den Katzenkorb mit meinem Kater darin auf den Rücksitz und setzt sich neben mich. Er sieht mich besorgt an. "Kannst du mich zu K fahren?" frage ich verzweifelt. "Wieso? Gibt's wieder Stress?" fragt er genervt. Ich nicke. "Und ich muss das klären!"
"Kannst du das nicht am Telefon klären?""Papa! Ich muss das persönlich klären! Hättest du das für Mama nicht auch gemacht!?" Rufe ich verzweifelt. Darauf sagt er nichts mehr und fährt los. Als wir in Ks Straße einbiegen bitte ich ihn, an zu halten, das letzte Stück will ich laufen. Mein Vater hält an, und ich steige aus. "Danke." murmle ich leise und wende mich ab. 
Während ich die Straße entlang gehe beginne ich immer mehr zu zittern. Ich habe so eine Angst... Was ist, wenn seine Ex Recht hat? Was soll ich dann machen?
Ich biege in seine Straße ein und sehe seine Mutter vor der Tür sitzen. Sie unterhält sich mit einer blonden Frau. Ich gehe langsam den Weg entlang und bleibe vor seiner Mutter stehen. "Hallo Lisa, was machst du denn hier?" fragt sie verwundert. "Ist K da? Ich muss mit ihm reden..." frage ich mit zitternder stimme. Sie sieht mich geknickt an. "Nein, tut mir leid, der ist grade Rasen mähen bei D." Ich schlucke und nicke dann. "Willst du rein kommen?" fragt sie und sieht mich besorgt an. Ich nicke, und folge ihr ins Haus... 


Samstag, 21. Juli 2012

#52 - Video


Dieses Video ist für meine ehemalige Freundin J. 
Seid Monaten bastele ich an diesem Video, und nie habe ich es fertig gekriegt +weil ich immer wieder in Tränen ausgebrochen bin.
Nun, jetzt ist es fertig, und ich hoffe sie wird es sehen und... 
naja, merken wie viel sie mir bedeutet.
Ich hoffe es gefällt euch, Kritik nehme ich immer danken an.

xoxo, Lisa.