Wie betäubt lief ich durch die Straßen unseres kleinen Ortes.
Ohne Schuhe lief ich über spitze Steine, ich wollte mich wieder spüren.
Ich hatte alles falsch gemacht. Ich war so mit meinen eigenen Problemen beschäftigt gewesen, dass ich nicht wahrnahm wie schlecht es Yassi wirklich ging...
In meinen Ohren lief die Stimme von Eisblume. Die Zigarette in meiner Hand zitterte. meine Beine gaben nach. Mit geschlossenen Augen rutschte ich an der Mauer hinunter. Ich sank zitternden auf dem Boden zusammen. Ich konnte nicht mehr. Ich war am Ende. Ich spürte die heiße Glut auf meiner Haut. Meine Fingernägel zerkratzen die Haut meines linken Unterarms. Ich konnte nicht mehr. Ich war am Ende. Zitternd durchsuchte ich meine Tasche nach meinen Tabletten. Ich wollte nur noch sterben. Noch nicht einmal das schaffte ich... selbst dazu war ich zu unfähig. Ich hasste mich. Mit letzter Kraft schrieb ich eine SMS an meine beste Freundin. "Anna, ich kann nicht mehr. Ich halte das alles nicht mehr aus." Ich drückte auf Senden. Warum tat ich das? Ich biss mir auf die Lippen. Ich wollte Schmerzen spüren. Ich wollte den vertrauten Schmerz, einer Klinge in meinem Arm wieder spüren. Ich stand auf, stolperte, und blieb liegen. Ich wollte tot sein.

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